
Nur noch etwas mehr als ein Monat bis zum Start der neuen Spielzeit in der easyCredit BBL und Turkish Airlines EuroLeague! Beim offiziellen Start des Teamtrainings von ALBA BERLIN am Donnerstagvormittag trafen zum ersten mal die neuen und alten Gesichter des Teams zusammen und absolvierten gemeinsam die ersten Drills. Der Coaching-Staff um Cheftrainer Israel González läutete damit die intensive Phase der Vorbereitung ein: Vor den Albatrossen liegen nun knapp vier Wochen, um sich für die neue Saison fit zu machen. Am 3. September findet das erste Testspiel gegen die Veolia Towers Hamburg in Oranienburg statt, die neue Spielzeit beginnt dann am 28. September mit einem Auswärtsspiel bei den MLP Academics Heidelberg.
Israel González (ALBA-Headcoach): „Für mich war dieser lange Sommer ungewohnt, aber ich habe ihn gut genutzt und bei den Memphis Grizzlies in der NBA Summer League neue Erfahrungen gesammelt. Trotzdem konnte ich es kaum erwarten, wieder nach Berlin zu kommen und mit meinem Team an die Arbeit zu gehen. Die diesjährige Vorbereitung wird eine große Herausforderung: Insbesondere der Abgang von Luke Sikma zwingt uns zu Veränderungen in unserem Spielstil, wir haben neue Gesichter im Team und einige Spieler werden aufgrund der WM erst spät zu uns stoßen. Das ist natürlich nicht ideal, um als Team zusammenzuwachsen, aber es bietet speziell unseren jungen Spielern die Gelegenheit, sich zu beweisen.“
Malte Delow (ALBA-Guard/Forward): „Nach dem frühen Aus in der letzten Saison habe ich schnell wieder Lust bekommen, zu trainieren und Basketball zu spielen. Deshalb bin ich jetzt sehr froh, dass es endlich wieder losgeht. Mit den vielen neuen Gesichtern im Team wird es natürlich anders als in den letzten Jahren und vielleicht ändert sich auch unser Spielstil ein bisschen. Aufgrund der WM fehlen uns gerade noch wichtige Spieler, deshalb wird es sicher nicht einfach, in kürzester Zeit ein gutes Teamgefüge zu entwickeln. Nichtsdestotrotz bin ich mir aber sicher, dass wir das als Team gut hinkriegen werden.“
Neben den WM-Spielern Johannes Thiemann, Gabriele Procida, Matteo Spagnolo, Žiga Samar und Yanni Wetzell fehlte indes auch Christ Koumadje beim Trainingsauftakt. Der 2,21 Meter große Center aus dem Tschad befindet sich derzeit noch in den USA und wartet auf die Ausstellung eines neuen Visums für Deutschland. Das Visum des 27-Jährigen war nach dem Vertragsende bei ALBA zum Ende der letzten Saison abgelaufen. Eine vorzeitige Verlängerung war damals nicht möglich, da die Zukunft von Koumadje bei ALBA zum Zeitpunkt der Abreise aus Deutschland noch nicht abschließend geklärt war. Die Beantwortung des neuen Visumsantrags ist ohne Hürden nur in Koumadjes Heimatland Tschad möglich, wo der Center aus politischen Gründen nicht einreisen kann. ALBA BERLIN arbeitet derzeit mithilfe des Senats an einer Lösung, damit Koumadje sein neues Visum ausnahmsweise in Florida erhält.
Himar Ojeda (ALBA-Sportdirektor): „Christ hat gerade Probleme, ein neues Visum zu erhalten und ist deshalb noch nicht wieder zum Team gestoßen. Die Situation in seinem Heimatland Tschad ist weiterhin sehr instabil, eine Reise dorthin könnte bedeuten, dass er nicht mehr zurückkommen darf. Er spielt jetzt sein zweieinhalb Jahren in Deutschland und will hier nur weiterhin arbeiten. Deshalb hoffen wir sehr auf eine schnelle und humane Lösung des Problems.“
Am Donnerstag streifte neben den Neuzugängen Justin Bean, Sterling Brown und Matt Thomas noch ein neues Gesicht das ALBA-Trikot über. In Abwesenheit der beiden etatmäßigen Point Guards Žiga Samar Samar und Matteo Spagnolo wird der spanische Spielmacher Óscar Alvarado die Albatrosse für die Zeit der Saisonvorbereitung verstärken. Der 32-jährige Spanier spielte von 2009 bis 2015 für CB Gran Canaria und war die letzten neun Saisons für verschiedene Teams in der spanischen zweiten Liga aktiv.



