2019 hat die Deutsch-Namibische Gesellschaft (DNG) vorgeschlagen, im Zuge der Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Windhoek ein sportliches Begleitprogramm zu organisieren. Aufgrund der weltweiten Pandemie und den daraus folgenden gesellschaftlichen Einschränkungen musste das Vorhaben immer wieder verschoben werden. Nun konnte das Projekt endlich umgesetzt werden – und ALBA BERLIN ist mit dabei.

Im Rahmen eines Trainer:innenaustauschs im April 2022 reiste ALBA-Coach Ferdinand Ramer gemeinsam mit der DNG nach Namibia. Dort besuchte er unter anderem die Basketball Artists School (BAS). Seit vielen Jahren pflegt die BAS Beziehungen zu deutschen Basketballinstitutionen wie dem Deutschen Olympischen Sportbund oder dem Deutschen Basketball Bund.

Die BAS bietet ein Nachmittagsprogramm für Kinder aus dem Township Katutura, das wöchentlich mittlerweile bis zu 500 Kinder erreicht. Seit 2010 werden dort Kinder und Jugendliche nach dem Motto „Education First, Basketball Second“ in ihrer persönlichen Entwicklung mithilfe von schulischer Nachhilfe, „Life Skills“-Workshops und sportlichen Angeboten unterstützt. Mittlerweile hat sich die BAS auch zur Aufgabe gemacht, den Trainer:innennachwuchs zu stärken, und bindet junge Coaches in ihr vielfältiges Programm ein, das neben Basketballeinheiten auch Tanz-, Model- und Debattierkurse umfasst.

Das Basketball-Austauschprogramm mit der Basketball Artists School war eine Wiederbelebung der Freundschaft mit dem ehemaligen Weltwärts-Freiwilligen Ferdinand, der die Gelegenheit bekam, das Wachstum der BAS zu überprüfen. Seine Beiträge und Anregungen werden sehr geschätzt, da sie auf seinen Beobachtungen und seinem Verständnis der Katutura-Gemeinschaft beruhen.

Malakia Matias, BAS-Coordinator

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Besuch bei der Deutschen Höheren Privatschule

Neben der BAS besuchte Ferdinand zudem die Deutsche Höhere Privatschule (DHPS), eine deutsche Auslandsschule. Über die drei Wochen brachte er fast 300 Kindern von der vierten bis zur elften Klasse die Sportart Basketball näher. Nachmittags unterstützte er den Basketballtrainer bei seinen Einheiten mit den fünf Schulteams. Außerdem dienten die Trainingseinheiten als Werbung für das anstehende gemeinsame Basketballcamp der BAS an der DHPS, das der BAS unabhängig von Spendengeldern eine weitere Einnahmequelle bietet.

In meinen Augen war der erste Austausch ein voller Erfolg, der maßgeblich aufgrund der engen Kooperation zwischen der BAS und der DHPS entstehen konnte. Zum Wohle von Kindern und Jugendlichen versuchen die BAS und DHPS den Basketball in Namibia zu fördern. Der uneigennützige und authentische Einsatz von Ferdinand hat eine nachhaltige Wirkung auf die Motivation der Lehrerinnen und Lehrer aber vor allem auch der Schülerinnen und Schüler der DHPS.

Kristin Eichholz, Schulleiterin DHPS

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ALBAs Sportidee weiterentwickeln und voneinander lernen

Zum einen werden an beiden Standorten die Trainer:innen bzw. Lehrkräfte bei ihrer Arbeit unterstützt. Durch den gemeinsamen Austausch soll das Basketballtraining weiterentwickelt werden, wobei ALBAs Sportidee für neue Impulse sorgen kann. Zum anderen lernt der Austauschcoach neue Strukturen und Methoden kennen, die er mit nach Berlin bringen kann. Neben dem Basketballaustausch unterstützt die DNG im Zusammenhang der Städtepartnerschaft auch Austauschformate in anderen Sportarten, etwa im Reiten oder Fußball.

Noch im Jahr 2022 sollen zwei Nachwuchstrainer:innen der BAS nach Berlin eingeladen werden, um dort den Trainingsbetrieb, Vereins- und die Verbandsstrukturen kennenzulernen. Wir von ALBA BERLIN sind dankbar, dass die Deutsch-Namibische Gesellschaft diesen tollen Austausch für uns ermöglicht hat, danken allen beteiligten Institutionen und freuen uns sehr, die Trainer:innen aus Namibia bald begrüßen zu dürfen!

Ich habe es sehr genossen, wieder in Namibia sein zu dürfen, und war beeindruckt, wie sich die BAS weiterentwickelt hat und jetzt noch viel mehr Kinder durch ihre vielfältigen Angebote erreicht. Ich freue mich nun sehr auf den Besuch der namibischen Trainer:innen und hoffe, dass die beiden eine tolle Zeit hier in Berlin haben werden.

Ferdinand Ramer, ALBA-Coach