
Am Sonntag (19. Oktober, 16.30 Uhr) erwartet die Basketballer von ALBA BERLIN das erste Do-or-Die-Spiel der Saison. Im Achtelfinale des BBL Pokals empfangen die Albatrosse Ratiopharm Ulm in der Max-Schmeling-Halle. Wir haben uns ALBA-Kapitän Jonas Mattisseck geschnappt, um von ihm zu erfahren, wie er den Saisonstart bisher erlebt hat, was es braucht, um Ulm zu schlagen und welche Rolle die Fans dabei spielen könnten. (Foto: Tilo Wiedensohler)
Jonas, wie bewertest du euren Saisonstart?
Durchwachsen. Wir haben uns deutlich mehr vorgenommen am Anfang. Ich glaube, man hat schnell gesehen, was die Gründe für die Niederlagen waren – uns hat es gerade am Ende der Spiele an Selbstvertrauen gefehlt. Wir müssen als Team noch diese Coolness entwickeln, um die Spiele besser zu beenden. Es ist aber ein positives Zeichen, dass wir gut in die Spiele reinstarten und mit viel Energie spielen. Wenn wir da jetzt noch einen Schritt nach vorne machen und den Vorsprung, den wir uns teilweise herausspielen, über die Ziellinie bringen, dann werden wir auf jeden Fall noch deutlich erfolgreicher spielen.
Jetzt erwartet euch mit dem Pokalspiel gegen Ulm das bisher wichtigste Duell dieser Saison. Habt ihr trotz der schwierigen letzten Partie Selbstvertrauen aus dem Sieg gegen Sabah geschöpft? Wie ist euer Mindset vor dem Pokalspiel?
Auch wenn wir uns gegen Sabah schwergetan haben, in unseren offensiven Rhythmus zu finden, haben wir gerade defensiv eine gute Leistung gezeigt und über 40 Minuten konstant mehr Präsenz in der Defense gehabt. Wir hatten auch in den Spielen davor Phasen, in denen wir stark verteidigt haben – aber es gab auch immer so zehn bis fünfzehn Minuten, in denen wir nachgelassen haben. Im letzten Spiel lief das besser. Das sollte uns auf jeden Fall Energie und Motivation geben. Außerdem findet die Pokalpartie gegen Ulm in der Max-Schmeling-Halle statt, also freuen wir uns auf eine heiße Atmosphäre und ein geiles Spiel.
Euer Pokalgegner im Achtelfinale ist Ratiopharm Ulm. In den letzten Jahren gab es einige hitzige Duelle mit den Ulmern. Was erzählst du deinen neuen Mitspielern von dieser Rivalität?
Ich glaube, die neuen Jungs merken das schon selbst – gerade in den letzten Trainingseinheiten vor der Partie und dann am Spieltag selbst. In der Halle wird man spüren, dass dieses Duell mittlerweile eine kleine Historie hat. Ulm ist ein extrem starkes Team – der Kader der Ulmer ist auch in dieser Saison wieder unglaublich. Auch im EuroCup sind sie super gestartet. Wir wissen genau, dass sie sehr gut drauf sind und wahrscheinlich als Favorit in das Spiel gehen.
Worauf kommt es an in einem Do-or-Die-Spiel? Was sind die wichtigsten Faktoren, um den Sieg zu holen?
Ich glaube, es kommt in solchen Partien sehr darauf an, welches Team besser eingestellt ist. Wir wollen den durchwachsenen Start abschütteln und auf den Court gehen mit der Einstellung, über 40 Minuten alles zu geben. Wir versuchen, all die kleinen Dinge in den Trainingseinheiten vor dem Pokalspiel richtig zu machen, um bestmöglich vorbereitet in die Partie zu gehen.
Und deine Botschaft an die Fans zum Schluss?
Wir wollen gemeinsam mit euch die Max-Schmeling-Halle zu einem Hexenkessel machen. Die Partien dort sind immer geil – wir kriegen viel Feedback von euch, dass ihr die Spiele dort liebt. Deswegen: Kommt alle vorbei. Wir freuen uns riesig drauf!
