Am vergangenen Samstag stieg ALBA BERLIN-Spielerin Nina Hartwich zusammen mit ihrem Team, den Regio-Damen, mit einem Sieg über Fürstenwalde in die 1. Regionalliga auf. "Wir wollen ernst genommen werden", sagt die 27-Jährige. Das ist der Mannschaft um Headcoach Moritz Schäfer gelungen.

Wolfenbüttel, Keltern, Berlin...Nina Hartwichs Stationen in den vergangenen Jahren. "Berlin ist nicht so weit weg von meiner Heimat, deshalb bin ich nach einem Jahr wieder weg aus Baden-Württemberg", erklärt die Wolfenbüttlerin, "sonst war's aber ganz nett auf dem Ländle". Seit August 2014 lebt und arbeitet sie in der Hauptstadt - angelockt von ALBA BERLIN und den Möglichkeiten dieser Stadt und des Vereins. Und die sind für Nina in der Tat vielfältig. Sie ist Co-Trainerin der wU15, neben dem ebenfalls neuen Trainer Danny Traupe. Zudem spielt sie im Team von Headcoach Moritz Schäfer, dessen Co-Trainerin Stephanie Süß ist. Und alle drei arbeiten als Lehrer und Trainer an der Gesundbrunnen Grundschule - eine Kooperationsschule im Programm ALBA macht Schule.

 

"So schließt sich der Kreis", sagt Nina. Sie sitzt auf der Bank in der Halle der Schützenstraße, auf der Anzeige steht noch das Ergebnis 89:44 gegen die Wood Street Giants Fürstenwalde. Damit haben die Regio-Damen nicht nur gewonnen, sondern sich auch den Aufstieg in die 1.Regionalliga gesichert. "Ich freue mich vor allem, dass wir mit der Mannschaft innerhalb einer Saison solche Fortschritte gemacht haben. Nächstes Jahr wird es ganz anders zugehen - intensiver und schneller - und damit attraktiv für die Mädchen."

 

"Dieses letzte Viertel hätten wir nicht verlieren dürfen. Man sollte sich innerhalb eines Spiels steigern, nicht schwächer werden", ruft Moritz Schäfer rüber, während er noch ein paar Körbe wirft, zum Entspannen. Ein Perfektionist, der in seiner Rolle als Trainer aufgeht. Ein Glück für die Spielerinnen. "Für den Besten", steht auf der Foto-Collage, die er von seiner Mannschaft nach dem Sieg bekommen hat. Er selbst hatte den Damen einen Basketball-Kuchen gebacken. "Habt ihr den Kuchen gesehen, den hat der Moritz selbst gebacken", flüstern sich die Spielerinnen mit ungläubigen Blicken zu.

 

In Deutschland gibt es viele Basketball-Hochburgen für Frauen. Auch Ninas Heimat Wolfenbüttel gehört dazu. Was einen guten Mädchenbasketball ausmacht? "Man muss ernst genommen werden", antwortet Nina. "ALBA BERLIN hat die besten Voraussetzungen dafür: Strukturen eines erfolgreichen männlichen Leistungssportbereichs, gut ausgebildete Trainer - und sogar die Mädchenmannschaften haben Assistenztrainer. Das ist echter Luxus, aber auch wichtig. Das WNBL-Team gibt den Mädchen zudem die Chance, leistungsbezogen zu spielen. Und das wichtigste Argument überhaupt: in Berlin gibt es total viele Mädchen, die spielen wollen, das sehen ich auch an meiner Schule!" Die Damen spielen ab der kommenden Saison in der 1. Regionalliga, was den Spielerinnen aus der WNBL "eine echte Perspektive" gebe, so Nina. Neben ihr liegt noch die "Sieger"-Medaille - ein Geschenk der U9-Mädchen, die ihre Vorbilder das ganze Spiel hindurch angefeuert haben. 

 

Jetzt könnten sich die Damen ja erstmal ausruhen, oder? "Naja", wirft der Trainer ein, "am kommenden Wochenende finden erstmal die Berliner Meisterschaften statt, da sind wir natürlich dabei", ruft Moritz Schäfer rüber und klingt dabei ein kleines bisschen angriffslustig...