Am Wochenende (21.02./22.02.) wird im Münchner SAP Garden beim BMW TOP FOUR um den BBL Pokal 2026 der erste Titel der laufenden Saison vergeben. Neben ALBA BERLIN als Rekordpokalsieger (11 Pokalsiege) haben sich auch die EWE Baskets Oldenburg, die BMA365 Bamberg Baskets und der Gastgeber FC Bayern Basketball für das Finalturnier qualifiziert, bei dem der 60. Deutsche Pokalsieger ermittelt wird. Dabei treffen die Berliner im Halbfinale am Samstag, 21. Februar (19 Uhr) auf Oldenburg. (Foto: Florian Ullbrich)

Terminplan des Pokalwochenendes:
Sa, 21.02., 16 Uhr: FC Bayern Basketball – BMA 365 Bamberg Baskets
Sa, 21.02., 19 Uhr: ALBA BERLIN – EWE Baskets Oldenburg
So, 22.02., 16.30 Uhr: Finale

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Pedro Calles (ALBA-Cheftrainer): „Zusammen mit Bayern ist Oldenburg das Team beim BBL TOP FOUR, das aktuell am besten in Form ist. Sie haben acht ihrer letzten zehn Spiele gewonnen, und bei der Niederlage am Mittwoch sind sie nicht mit vollem Kader angetreten. Seit dem Trainerwechsel performen sie deutlich stärker – vor allem offensiv gehören sie zu den besten und unberechenbarsten Teams der Liga. Mit knapp 40 Prozent Dreierquote treffen sie exzellent von außen. Chris Clemons ist einer der besten Scorer der Liga, und die Verpflichtung von Tomislav Zubčić hat ihrem Frontcourt zusätzliche Vielseitigkeit gegeben. In Oldenburg haben wir in der Liga knapp verloren – entsprechend erwarten wir auch am Samstag ein intensives und umkämpftes Halbfinale.“

Jonas Mattisseck (ALBA-Kapitän): „Do-or-Die-Spiele sind immer was ganz besonderes. Wir sind alle natürlich mehr als heiß auf das TOP FOUR in München. Auch das BBL-Spiel gegen Oldenburg ist uns auch noch im Kopf, aber im Pokal gelten andere Regeln. Deshalb müssen wir von Beginn an fokussiert sein und Energie aufs Feld bringen. Umso mehr freuen wir uns auch schon auf die zahlreiche Unterstützung unserer Fans in München. Das ist keinesfalls selbstverständlich. Wir wollen jede Spielminute kämpfen und den Pokal wieder nach Berlin holen: Für unsere Fans. Für unser Team. Für ALBA!“


 

ALBA ist nicht nur Rekordpokalsieger, sondern nimmt schon zum 20. Mal an einem TOP FOUR teil. Nimmt man die beiden Jahre 2019 und 2020 hinzu, als der Pokal kurz zum traditionellen Modus (ohne Finalturnier) zurückkehrte, steht ALBA sogar schon zum 22. Mal im Pokal-Halbfinale. 2019 erreichte ALBA das Finale und 2020 gewannen die Berliner vor 14.600 Zuschauern in der heutigen Uber Arena in einem stimmungsvollen Finale gegen die EWE Baskets ihren zehnten Pokaltitel.

Eben diese Oldenburger sind auch an diesem Wochenende in München ALBAs Halbfinalgegner. Wer Oldenburg im November bei der Halbfinal-Auslosung für ein Glückslos hielt, als die Oldenburger in der BBL noch den vorletzten Platz belegten, muss seine Einschätzung mittlerweile revidieren. Die Oldenburger haben acht ihrer letzten zehn Spiele gewonnen und sind der einzige Teilnehmer am TOP FOUR, gegen den ALBA in dieser Saison verloren hat (73:76 am 4. Januar in Oldenburg).

Der spektakuläre Aufschwung der Oldenburger geht einher, mit der im Dezember getroffenen Entscheidung, sich vom glücklosen Cheftrainer Predrag Krunic zu trennen und den bisherigen Assistenztrainer Lazar Spasic zum Headcoach zu befördern. Dem erst 33-jährigen Serben gelang es in kürzester Zeit, das individuell hochkarätig besetzte Oldenburger Team in der Defense zu stabilisieren und damit in die Erfolgsspur zu führen.

Offensiv zählen die Oldenburger schon seit Saisonbeginn mit mehr als zehn Dreiern pro Spiel und der besten Dreier-Quote der BBL (39,5 Prozent) zu den stärksten Mannschaften. Taktgeber und Topscorer der EWE Baskets ist der NBA-erfahrene Chris Clemons, der mit seiner robusten Physis nur schwer zu stoppen ist. Als zweiter Spielmacher fungiert Kyle Lofton, der beim BBL-Sieg gegen ALBA im Januar noch verletzt fehlte. 

Ebenfalls große Korbgefahr strahlen im Backcourt die US-Guards James Woodard (im BBL-Spiel 4/7 Dreier gegen ALBA) und Brian Fobbs (mit 39-prozentiger Dreierquote) aus. Auf dem Flügel spielt Nicholas Tischler seine bisher beste BBL-Saison. Dabei wurde er gerade neben den Berlinern Jack Kayil, Jonas Mattisseck, Malte Delow und Norris Agbakoko von Bundestrainer Álex Mumbrú für die am übernächsten Wochenende anstehenden WM-Qualifikationsspiele nominiert.

ALBAs Frontcourt, um den im Sommer aus Oldenburg nach Berlin gewechselten Norris Agbakoko, trifft am Samstag auf vier sehr unterschiedliche Big Men der EWE Baskets. Während der Ex-Berliner Filip Stanić als klassischer Center agiert, sind der passstarke Seth Hinrichs, der athletische Michale Kyser und Tomislav Zubčić auch aus der Distanz korbgefährlich. Beim Sieg im Punktspiel gegen ALBA war der Kroate Oldenburgs Topscorer und bester Rebounder.

EWE Baskets Oldenburg (Stats easyCredit BBL 2025/26)

Nr.

Name

Pos.

Alter

cm

Nat.

Min/Sp

Pkt/Sp

Rb/Sp

As/Sp

0

Kyle Lofton

1/2

26

191

USA

22,9

7,5

1,0

2,7

3

Chris Clemons

1

28

175

USA

30,5

18,9

3,0

4,4

4

Brian Fobbs

2/3

28

196

USA

29,8

14,4

4,5

2,6

5

Ralph Hounnou

1

24

192

GER

3,3

1,4

0,3

0,0

7

Dakarai Tucker

2/3

31

196

USA

19,2

5,8

1,5

0,7

10

James Woodard

2

32

191

USA

24,3

9,0

3,4

2,0

11

Nicholas Tischler

3

25

202

GER

22,2

10,5

2,7

1,7

12

Michale Kyser

5

34

208

USA

23,5

10,1

4,7

0,7

20

Joel Harms

5

23

207

GER

11,2

1,0

1,5

0,0

21

Seth Hinrichs

4

32

201

D/US

18,6

3,8

3,8

2,0

29

Colin Schroeder

3

19

202

GER

3,7

0,9

1,0

0,1

33

Tomislav Zubčić

4/5

36

211

CRO

21,8

9,4

3,0

1,6

65

Filip Stanić

5

28

206

GER

15,4

5,7

3,8

0,8

Headcoach: Lazar Spasić (33, SRB, erste Saison in Oldenburg, seit Dezember Headcoach )

Oldenburg: Resultate der letzten zwei Wochen
14.2. Oldenburg – MHP RIESEN Ludwigsburg (BBL) 102:88 (S) Zubcic 25
18.2. Ratiopharm Ulm – Oldenburg (BBL) 101:72 (N) Clemons 37

ALBA: Resultate der letzten zwei Wochen
08.2. ALBA – Rasta Vechta (BBL) 84:82 (S) Wood 19
10.2. ALBA – Tofaş Bursa (BCL) 69:60 (S) Bean 13
15.2. Bamberg Baskets– ALBA (BBL) 92:98 (S) Mattisseck 22
17.2. ALBA – Hamburg Towers (BBL) 87:93 (N) Griesel 22

ALBA-Bilanz gegen Oldenburg
57 Siege – 24  Niederlagen
BBL: 34-17 / Playoff: 20-7 / Pokal 3-0

Gastgeber Bayern spielt am Samstag das andere Halbfinale gegen Bamberg

Der zweite Finalist wird am Samstag ab 16 Uhr zwischen den Bayern und Bamberg ermittelt. Als Gastgeber, amtierender Meister und aktueller Bundesliga-Tabellenführer gelten die mit vielen Welt- und Europameistern besetzten Münchner natürlich als der Favorit auf den Pokaltitel. Aber die Erinnerung an das letztjährige TOP FOUR, bei dem die damals ähnlich favorisierten Bayern im Halbfinale am SYNTAINICS MBC scheiterten, ist noch frisch.

Mit dem Cheftrainerwechsel zu Trainerlegende Svetislav Pešić zu Weihnachten und der daraus resultierenden sichtlich verbesserten Verteidigung sowie Andi Obst, der stärker denn je an der Dreierline seine Distanzwürfe verwandelt, haben die Bayern beim diesjährigen TOP FOUR aber zwei dicke Trümpfe in ihren Händen. Auch der im Sommer aus Ulm nach München gewechselte Justinian Jessup trifft seine Würfe aus allen Lagen hochprozentig.

Auf dem Flügel hat der mit allen Wassern gewaschene Kapitän Vladimir Lučić neben Ex-Albatros Niels Giffey auch den vielseitigen Kanadier Isiaha Mike an seiner Seite. Unter dem Korb hat sich der letztjährige ALBA-Center David McCormack nach dem Trainerwechsel mit seiner Intensität unter den Körben zum wichtigsten Big Man der Bayern entwickelt.

Um eine Chance gegen die mit 16 Profis hochkarätig und tief besetzten Münchner zu haben, wird der Herausforderer Bamberg einen besonders guten Tag benötigen, von denen die Oberfranken zuletzt aber durchaus einige hatten. Im Gegensatz zu den auch unter Pešić regelmäßig ihre Aufstellungen wechselnden Bayern setzt Bambergs Cheftrainer Anton Gavel seit Saisonbeginn auf eine identische Starting Five, in der die Rollen klar verteilt sind.

Der quirlige Cobe Williams dirigiert nicht nur das Spiel, sondern ist auch der zweitbeste Scorer im Team. Umgekehrt glänzt US-Forward Ibi Watson mit durchschnittlich 16 Punkten nicht nur als variabler Topscorer, sondern kreiert auch für seine Mitspieler. Auf den großen Positionen attackiert der agile US-Forward Demarcus Demonia den Gegner und der 2,11 Meter große EJ Onu ist mit im Schnittt 2,2 Blocks der beste Shotblocker der Bundesliga.