Am kommenden Sonntag (17. Mai, 18.30 Uhr) starten die Basketballer von ALBA BERLIN in der Uber Arena in die Playoffs um die Deutsche Meisterschaft. Für den elffachen Meister, der als einziger Club regelmäßig diese Endrunde um die Meisterschaft erreicht hat, sind das bereits die 36. Playoffs. Erster Gegner der Berliner ist RASTA Vechta. Die Niedersachsen, die ihre Gegner in den letzten Wochen mit starker Offensive reihenweise an die Wand gespielt haben, sind gleich im Viertelfinale ein denkbar harter Prüfstein für die ALBA-Defense.

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Spieltermine im Playoff-Viertelfinale:
Viertelfinale Spiel 1: Sonntag, 17. Mai | 18.30 Uhr | Uber Arena
Viertelfinale Spiel 2: Dienstag, 19. Mai | 18.30 Uhr | Uber Arena

Viertelfinale Spiel 3: Freitag, 22. Mai | 18.30 Uhr | RASTA Dome Vechta
(falls nötig: Viertelfinale Spiel 4: Sonntag, 24. Mai | 18.30 Uhr | RASTA Dome Vechta)
(falls nötig: Viertelfinale Spiel 5: Mittwoch, 27.05. | 18.30 Uhr | Uber Arena)

Pedro Calles (ALBA-Cheftrainer): „Vechta ist aktuell eines der stärksten Teams der Rückrunde und befindet sich in einem klaren Aufwärtstrend. Noch im Januar steckten sie im Abstiegskampf, jetzt haben sie sich für die Playoffs qualifiziert – das spricht für ihre Entwicklung. Mit Spielern wie Verge, Brown, Parsons, Kuhse und Bamba verfügen sie über viele offensiv gefährliche Guards und Forwards. Dazu kommen mit Herkenhoff und Pleiß zwei variable Big Men, die das Feld breit machen können und auch von außen gefährlich sind. Diese Vielseitigkeit macht ihre Offensive schwer ausrechenbar. Der Schlüssel wird für uns sein, das Eins-gegen-Eins effektiv zu verteidigen.“

Justin Bean (ALBA-Forward): „Die heißeste Phase der Saison steht an und wir können es kaum erwarten, vor unseren eigenen Fans ins Viertelfinale zu starten. Vechta hat sich zwar erst über die Play-Ins qualifiziert, ist aber ein Team, das qualitativ viel besser ist, als ihre Tabellenposition in der Hauptrunde vermuten lässt. In den Playoffs gibt es keine Zeit für Unkonzentriertheiten. Wir wollen auch für die Fans unseren besten Basketball spielen und alles geben, um diese Serie zu gewinnen.“

Vor zehn Wochen rangierte RASTA Vechta nach einer durchwachsenen Hinrunde noch auf dem drittletzten Tabellenplatz, kehrte aber Anfang März völlig verwandelt aus der Länderspielpause zurück. Mit spektakulärer Offensive (121 Punkte gegen Ludwigsburg, 123 gegen Trier und 120 gegen Braunschweig) verbesserte sich Vechta noch auf den siebten Tabellenplatz. Gegen Braunschweig stellte RASTA mit 44 Punkten in einem Viertel und 75 in einer Halbzeit dabei neue Liga-Rekorde auf.

Am Dienstag besiegelten die heiß gelaufenen Vechtaer ihren siebten Platz und damit die Playoff-Teilnahme mit einem letztlich ungefährdeten 111:83-Sieg im Play-In-Duell gegen den Achten Trier und fordern somit im Viertelfinale den Punktrundenzweiten ALBA heraus. ALBA-Trainer Pedro Calles war selbst von 2015 bis 2020 Co-Trainer und Headcoach in Vechta. Nun steht der 42-Jährige vor der schweren Aufgabe, mit seinem Team die vom US-amerikanischen Combo Guard Alonzo Verge Jr. angeführte Vechtaer Offensive zu stoppen. Verge ist der zweitbeste Scorer und zugleich beste Passgeber der BBL-Hauptrunde.

Die Kreise des schnellen und extrem korbgefährlichen Guards zu stören, wird dabei allein nicht ausreichen, denn Alonzo Verge Jr. hat bei RASTA eine ganze Armada korbgefährlicher Spieler an seiner Seite. Auch TJ Bamba und Tevin Brown scorten mit starken Dreierquoten von über 40 Prozent in den letzten Wochen regelmäßig zweistellig.

Von der Bank kommen mit Tommy Kuhse, der vor zwei Jahren nur knapp die Auszeichnung als Liga-MVP verpasste, und mit dem athletischen und defensivstarken Malik Parsons weitere US-Außenspieler, die sich darauf verstehen, den Ball laufen zu lassen, bis eine Lücke in der gegnerischen Verteidigung gefunden ist. Im mit 37,9 Prozent besten Dreier-Team der Liga sind auch die Big Men Philipp Herkenhoff und Tibor Pleiß bis hinter die Dreierlinie korbgefährlich.

Die Nachverpflichtung des ehemaligen Nationalcenters und zweifachen EuroLeague-Champions (mit Efes Istanbul) Tibor Pleiß war für Vechta im Herbst natürlich ein spektakulärer Coup. Aber auch eine Knieverletzung, die den 36-Jährigen von Ende März bis Anfang Mai außer Gefecht setzte, brachte die heiß gelaufenen Niedersachsen nicht aus dem Tritt – im Gegenteil: RASTA überrumpelte seine Gegner auch in einer vier Guards umfassenden Formation reihenweise.

Die unter diesen Vorzeichen wahrscheinlich brisanteste der vier Viertelfinal-Serien ist nicht nur für Pedro Calles eine Reise in die Vergangenheit. Auch Jack Kayil hat eine Vechtaer Vorgeschichte. Der Berliner Nationalspieler spielte als 17-Jähriger in der Saison 2023/24 für RASTA-2 in der ProA und gewann – wie im Jahr zuvor mit ALBAs U19 – vor zwei Jahren mit Vechtas U19 die NBBL.

RASTA Vechta (Stats easyCredit BBL 2025/26) 

Nr.NamePos.AltercmNat.MPGPPGRPGAPG
3Malik Parsons2/326190USA22,912,93,82,2
5TJ Bamba2/325195USA26,312,53,51,5
6Luc van Slooten424204GER12,02,21,90,6
9Joschka Ferner430203GER14,93,01,00,1
10Tevin Brown327196USA30,615,94,31,7
11Alonzo Verge jr.1/227191USA25,418,23,66,6
12Tommy Kuhse128188USA22,012,12,53,6
14Philipp Herkenhoff426209GER20,07,93,50,9
15Linus Trettin321204GER5,11,01,00,2
21Lars Thiemann525211GER14,24,42,60,2
22Tibor Pleiß536218GER20,110,75,11,0
24Roy Krupnikas119186D/LTU2,40,00,30,3
30Booker Coplin (verl.)228191USA16,14,42,31,5
41Lloyd Pandi2/326193CAN24,07,54,31,4

Headcoach: Christian Held (37 Jahre, GER, dritte BBL-Saison, die erste mit Vechta)

Vechta: Resultate der letzten zwei Wochen
03.5. Bayern München – Vechta (BBL) 90:88 (N) Bamba 21
08.5. Vechta – Rostock Seawolves (BBL) 78:90 (N) Bamba 19
10.5. Vechta – Academics Heidelberg (BBL) 89:103 (S) Brown 22
12.5. Vechta – Gladiators Trier (Play-In) 111:83 (S) Parsons 24

ALBA: Resultate der letzten zwei Wochen
01.5. Bayern München – ALBA (BBL) 85:79 (N) Delow 15
03.5. ALBA – Niners Chemnitz (BBL) 82:84 (N) Kayil 19
10.5. ALBA – Science City Jena (BBL) 83:65 (S) Agbakoko 16

ALBA-Bilanz gegen Vechta: 
14 Siege – 2 Niederlagen (in Berlin 8 - 0)
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