
Im dritten Finalspiel mussten sich die Basketballer von ALBA BERLIN am Mittwochabend in der mit 8.899 Fans ausverkauften Max-Schmeling-Halle mit 83:91 gegen den FC Bayern Basketball geschlagen geben. Das Team von ALBA-Headcoach kämpfte sich vor atemberaubender Basketball-Atmosphäre durch die 40 Spielminuten, doch das Wurfglück war nicht unbedingt auf Berliner Seite. In der Crunchtime machten die Münchner Gäste den Deckel drauf, stellen somit die Finalserie auf 2:1 und haben am Freitag, 19. Juni, 20.30 Uhr den Matchball zur Deutschen Meisterschaft. (Foto: Florian Ullbrich)
Pedro Calles (ALBA-Cheftrainer): „Gratulation an Bayern zum Sieg! Wie erwartet war es heute wieder ein enges Spiel und ein echter Fight. Durch die aggressive Verteidigung der Bayern und unsere Ballverluste haben wir offensiv nicht unseren Rhythmus gefunden. Zudem hatten wir Probleme von der Dreierlinie und an der Freiwurflinie. Defensiv haben wir uns einige individuelle Fehler erlaubt, die man sich in einem Finale nicht leisten darf, weil jede Kleinigkeit entscheidend ist. Daran werden wir vor Spiel vier arbeiten. Am Freitag müssen wir vor unseren Fans und dieser großartigen Kulisse noch einmal ans Limit gehen.“
Svetislav Pešić (Cheftrainer Bayern): „Wir können sicher noch besser Defense spielen, aber heute Abend war das die beste Defense von uns bisher in dieser Serie. 18 Turnovers, zwölf Steals und nach 23 Assists von Alba im ersten Spiel und 17 im zweiten waren es heute Abend 14 Assists – das heißt, wir haben in der Verteidigung schon etwas geleistet, mit extra Einsatz. Denn wenn du gegen Alba nicht wach bist, dann verlierst du den Rhythmus und die Kontrolle und am Ende so hoch wie Bamberg die Spiele hier verloren hat. Wir müssen jetzt versuchen, unsere Organisation in der Defense noch weiter zu verbessern. Denn in der Offense haben wir, egal wie, 90 Punkte gemacht. Irgendwann haben wir getroffen und es wäre wichtig für uns, diese Leistung in der Defense noch einmal zu wiederholen.“
Jonas Mattisseck (ALBA-Kapitän): „Wir sind natürlich enttäuscht über das Ergebnis, können aber stolz auf die Leistung des Teams sein. Wir haben uns vorgenommen, alles auf dem Spielfeld zu lassen und das haben wir auch gemacht. Zudem war heute eine hervorragende Stimmung in der Halle – ich bin stolz hier spielen zu dürfen. Trotz der Niederlage haben wir ein würdiges Spiel abgeliefert. Die Münchner haben heute ein gutes Spiel gemacht, uns unter Druck gesetzt und uns in der zweiten Hälfte etwas überrumpelt. Am Freitag wird es darauf ankommen, wer den Extraeinsatz zeigt und ich weiß, dass wir das sein werden.“
Das Spiel im Re-Live bei DYN
Mit Leib und Seele und den ALBA-Fans im Rücken starteten die Albatrosse energiegeladen in die Partie: ALBA-Forward Justin Bean, der innerhalb der ersten zehn Minuten sieben Punkte zum Viertelstand von 24:25 beisteuerte, ging dabei mit bestem Beispiel voran. Die Bayern fanden jedoch ähnlich schnell in ihren Spielrhythmus, erspielten sich gute Abschlüsse und stellten die ALBA-Defense vor Herausforderungen. Nach einem Kopf-an-Kopf-Schlagabtausch stand es zur Halbzeit 40:43.
Auch in der zweiten Spielhälfte blieb die Leistung beider Teams ausgeglichen. Die Berliner entschieden dabei das dritte Viertel für sich und verkürzten erneut auf 60:61 vor den letzten zehn Minuten. Doch dann riss der Rhythmus der Albatrosse ud auch von der Freiwurflinie ging kaum mehr was. Die Hauptstädter mussten sich somit mit 83:91 gegen Bayern im dritten Finalduell geschlagen geben und stehen nun vor einem Do-or-Die-Duell, um den Matchball der Münchner Gäste noch abzuwehren.
Best of ALBA: Kayil 17pt 3rb 1st | Bean 11pt 3rb 3as 1st | Delow 10pt 5rb 1st | Hermannsson 9pt 3as 2rb | Griesel 9pt 3rb | Komplette Statistik
Kopf hoch, ALBA-Fans! Schon am Freitag, den 19. Juni, um 20.30 Uhr haben die Berliner erneut die Chance, den FC Bayern Basketball in der Max-Schmeling-Halle zu schlagen und somit ein alles entscheidendes Spiel fünf in München zu erzwingen. Tickets gibt es HIER!