
Mit dem Programm „Basketball baut Brücken“ unterstützt ALBA BERLIN den Sport- und Kulturaustausch zwischen Schulen aus Deutschland und China. Eine Reise nach China war für die Teilnehmer:innen der Kurt-Tucholsky-Oberschule aufgrund der Pandemielage in diesem Jahr jedoch leider nicht möglich. Da dieses erste Jahr von „Basketball baut Brücken“ aber nicht ohne eine gemeinsame Austauschbegegnung enden konnte, reisten Projektleiterin Maria Schmidt und Coach Kai Fleischer mit den Schüler:innen nach Hildesheim, wo sie in einer Sportjugendstätte einige Tage mit einem vollen Sport- und Kulturprogramm erlebten. Dabei standen diverse Workshops, ein Filmscreening samt Q&A mit der Regisseurin und natürlich ein digitaler Austausch mit der chinesischen Partnerschule auf der Tagesordnung.
Das Thema der Austauschbegegnung lautete „重:视 zhòng: shì RE:SPEKT“. Dieses Motto wurde in der Anleitung sowie in den Workshops und anderen Einheiten thematisiert und gelebt. Und wer könnte besser von dieser Reise berichten, als einer unserer Schüler:innen? Wir übergeben also nun das Wort an Jakob, der uns von dieser kurzen und intensiven Austauschbegegnung aus seiner Perspektive erzählt:

Tag 1
Unser Ziel war Hildesheim, wir trafen uns am Hauptbahnhof, wo auch unser ICE wenig später eintraf. Wir fuhren über Wolfsburg und Braunschweig. Nach knapp zwei Stunden erreichten wir dann Hildesheim. Am Hildesheimer Hauptbahnhof angekommen begaben wir uns zum Bus, der uns zu unserer Jugendherberge brachte. Dort wurden wir freundlich begrüßt. Uns wurde das Gebäude gezeigt. Die Zimmer waren gut, zwei Betten bis vier Betten, ein Tisch mit Stühlen und ein Badezimmer. Uns standen auch andere Räume zur Verfügung, so auch ein großer Raum im Untergeschoss, der mit einigen Stühlen, Tischen und einer Tischtennisplatte ausgestattet war. Diesen Raum nutzen wir im Laufe der Tage unter anderem für unseren digitalen Austausch. Nachdem wir unsere Zimmer eingerichtet hatten, gab es auch schon Abendessen. Nun hatten wir etwas Zeit, da eine Besprechung der nächsten Tage erst für den Abend angesetzt war. Wir nutzen die Zeit für einen Spaziergang durch die nahe Umgebung. Da die Jugendherberge nicht wirklich im Zentrum des Ortes lag, gab es nicht allzu viel zu entdecken. Am Abend stand dann die Besprechung an. Wir bekamen alle einen Plan für nächsten Tage. Es standen viele Workshops und andere Aktivitäten an. Wir spielten am Abend noch etwas Tischtennis, bevor wir auf unsere Zimmer gingen.

Tag 2
Am nächsten Morgen gab es wie immer um 8 Uhr Frühstück. Um 9 Uhr startete dann auch schon der für uns morgendliche Austausch mit den chinesischen Schüler:innen. Es war sehr interessant und wir hatten sehr viel Spaß zusammen. Nach dem Austausch und einer einstündigen Pause begann ein Sprachkurs, den Kai leitete. Wenig später durften wir an einem Workshop über Diversität und Toleranz im Sport teilnehmen. Nach dem Workshop entschieden wir uns, in ein Freibad zu gehen. Eigentlich war für diesen Zeitraum Basketball angesagt und Freibad erst für den nächsten Tag. Aufgrund des Wetters entschieden wir uns jedoch, die zwei Programmpunkte zu tauschen. Das Freibad war zu diesem Zeitpunkt nicht sehr stark besucht, was den Aufenthalt sehr angenehm machte. Da später noch ein Filmabend vorgesehen war, fuhren vier von uns mit Maria einkaufen, um Snacks und Getränke zu besorgen. Zurück in der Jugendherberge wurde alles aufgebaut und wir schauten zusammen den Film „D_r_e_a_m_T_e_a_m_“ der Regisseurin Tang Dan, mit der wir am nächsten Tag noch einen Videocall hatten. Nach dem Film räumten wir auf. Nach einem abendlichen Spaziergang gingen wir in unsere Zimmer.

Tag 3
Am nächsten Morgen stand wieder ein digitaler Austausch an. Diesmal bekamen wir Besuch von einem Tai-Chi-Lehrer, der uns und den chinesischen Schüler:innen etwas von seinem Sport zeigte. Nach dem der Videocall beendet war, wurde uns auch gezeigt wie man sich selbstverteidigt. Nach einer Pause machten wir uns auf den Weg zur Turnhalle, in der wir Basketball spielten. Maria und Kai zeigten uns einige Übungen. Außerdem spielten wir ein kleines Turnier. Nach den sportlichen Aktivitäten gingen wir zurück in die Jugendherberge und machten uns fertig für einen Restaurantbesuch. Es ging in ein chinesisches Restaurant. Da es sehr stark angefangen hatte zu regnen, fuhr Maria viele mit dem Auto. Kai und drei andere entschieden sich dazu, den Bus zu nehmen. Das Restaurant hatte eine Menge Auswahl und das Essen schmeckte sehr gut. Zurück in der Herberge war nichts mehr geplant, deswegen gingen wir nochmals spazieren, da es der letzte Abend war.

Tag 4
Der nächste Morgen wurde mit einem digitalem Austausch begonnen. Nach einer kurzen Pause trafen wir uns alle für einen Kalligrafie Workshop. Uns wurde gezeigt, wie die chinesischen Schriftzeichen entstanden sind und wie man sie zeichnet. Da dies der letzte Tag der Reise war, haben wir wenig später die Reise reflektiert und ausgewertet. Nach dem wir alle unsere Taschen gepackt hatten, machten wir uns mit Bus auf zum Hauptbahnhof von Hildesheim. Dort angekommen warteten wir etwa 20 Minuten auf unseren ICE. So ging die etwas kurze, aber dennoch schöne Reise langsam, aber sicher vorbei. Wir fuhren wieder über Braunschweig und Wolfsburg. Am Berliner Hauptbahnhof verabschiedeten wir uns und machten uns auf den Weg nach Hause.
Im kommenden Jahr wird es hoffentlich die ersten Reisen nach China geben. Falls nicht, ist ebenfalls eine Alternativreise innerhalb Deutschland geplant, dieses Mal in Form einer Art China-Basketballcamp, bei dem sich zumindest die Schüler:innen verschiedener deutscher Schulen begegnen.
Ganz herzlich bedanken möchten wir uns bei der Stiftung Mercator, unseren Projektpartnern vom Bildungsnetzwerk China, der Kurt-Tucholsky-Oberschule, der Cao Yang No. 2 High School in Shanghai, dem Kreissportbund Hildesheim sowie allen Workshopleitenden. Auch unseren fleißigen Schüler:innen aus Berlin und Shanghai, die sich jeden Tag mehrere Stunden digital zu diversen Themen ausgetauscht haben, gebührt Dank für Ihren Einsatz!
篮球建桥!Basketball baut Brücken!
Weitere Informationen:
Projektseite von Basketball baut Brücken
Basketball baut Brücken beim Bildungsnetzwerk China
ALBA BERLINs China-Programm
