Die Basketballer von ALBA BERLIN haben am Dienstagabend gegen Žalgiris Kaunas mit 66:86 verloren. Bereits früh in der Partie zogen die Gäste vor 7.813 Fans in der Uber Arena davon, während der Korb der Albatrosse wie zugenagelt schien. Zur Halbzeit berappelten sich die Berliner ein wenig und konnten somit den Rückstand begrenzen. Trotz eines erneut starken David McCormack mit einem Career-High von 19 Punkten startete Kaunas den nächsten Lauf und machte den Deckel drauf. (Foto: Tilo Wiedensohler)

Martin Hermannsson (ALBA-Kapitän): „Wir waren heute einfach nicht aggressiv genug. Wir haben früh Fehler gemacht und dann die Köpfe hängen lassen. Wir dürfen das Spiel nicht schon nach den ersten Minuten aufgeben. Das passiert uns zurzeit einfach zu oft.“

Israel González (ALBA-Cheftrainer): „Glückwunsch an Žalgiris – unser Gegner hat heute ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir hatten es mit einem Team zu tun, das sehr gut in Form ist. Es war heute sehr schwer für uns, freie Würfe zu finden. Durch unsere Probleme in der Offense hatten wir kein Selbstvertrauen und konnten wenig Energie für die Defense schöpfen. Aber wir müssen weiterarbeiten, um unseren Rhythmus wiederzufinden.

Andrea Trinchieri (Cheftrainer Kaunas): „Wir sind heute mit der richtigen Disziplin angereist und haben die Partie vom Sprungball an kontrolliert. Es gab einige Momente, in denen wir noch besser hätten sein können. Insgesamt haben wir unsere Angriffe aber gut ausgespielt, waren defensiv voll auf der Höhe und so hat ALBA nicht wirklich zurück ins Spiel gefunden. Mein Team hat alles getan, was es braucht, um Berlin zu schlagen: Schnellangriffe gut verteidigt, das Rebounding kontrolliert und von der Dreierlinie wenig zugelassen. Dafür möchte ich meine Spieler loben. Es ist eine schwere Phase in der Saison, in der man kaum Zeit zum Atmen hat. Deshalb sind solche Leistungen nicht selbstverständlich.“


Best of ALBA: McCormack 19pt 6rb 1st (Career-High) | Wetzell 15pt 8rb 5as 1st | Thomas 8pt | Rapieque 7pt | Komplette Statistik
 

ALBA-Kapitän Martin Hermannsson kehrte, nach einem Spiel Pause am vergangenen Donnerstag aufgrund von Achillessehnenbeschwerden, am Dienstagabend zurück in den Berliner Kader. Davon blieben die litauischen Gäste allerdings unbeeindruckt und knüpften nahtlos an ihren starken Saisonstart an. Während Berlin in der Offense zunächst keine passenden Antworten parat hatte, fand Kaunas schnell seinen Rhytmus und führte nach dem ersten Viertel mit 24:10. 

Auch der zweite Spielabschnitt schien für die Albatrosse zunächst mehr als unglücklich. Denn Žalgiris erhöhte zwischenzeitlich auf 41:20 aus Sicht der Gäste. Dann rafften sich die Gastgeber um das starke Center-Duo David McCormack (am Ende Career-High 19pt, 6rb) und Yanni Wetzell (15pt, 8rb, 5as) aber nochmal auf und kamen zur Halbzeitpause zumindest bis auf 30:45 heran. 

Auch die zweite Spielhälfte verlief ähnlich ernüchternd. Während im dritten Viertel die Partie erst einmal noch ausgeglichen war, fand Kaunas im weiteren Verlauf immer wieder gute Optionen im Angriff. Somit stand es dann vor der Schlussphase 46:69. Im letzten Viertel kämpften die Berliner für jeden Score, um den Rückstand weiter zu verkürzen, doch es fehlte einfach die Treffsicherheit aus der Distanz, gerade mal 2 von 18 Dreierversuchen fanden ihr Ziel.

Am Freitag, 20. Dezember, 20.15 Uhr wartet mit Olympiakos Piräus gleich der nächste EuroLeague-Brocken, dann allerdings auswärts.