
Mit verschiedenen internationalen Sportprojekten verbindet ALBA BERLIN weltweit sport- und basketballbegeisterte Menschen und Kulturen. An dieser Stelle wollen wir euch drei Projekte und Mitarbeitende vorstellen, die an unterschiedlichen Orten auf der Welt den Sport nutzen, um einen Beitrag zu einem verständnisvollen und toleranten Miteinander sowie einer stärker verbundenen Welt leisten – so wie es auch jährlich am 6. April im Rahmen des Internationalen Tag des Sports für Entwicklung und Frieden (IDSDP) gefeiert wird.

Namibia: ALBA-Coach Ferdinand Ramer
„Ich bin Ferdinand und seit 2015 Jugendtrainer bei ALBA. 2013 und 2014 war ich bereits für ein Jahr als Weltwärts-Freiwilliger in Namibia an der Basketball Artists School (BAS). Deswegen freut es mich umso mehr, dass die Deutsch-Namibische Gesellschaft einen Trainer:innenaustausch mit ALBA ermöglicht hat.
Es hat sich einiges an der BAS verändert. Deutlich mehr Kinder profitieren mittlerweile von der Arbeit der BAS-Coaches. So sind ehemalige BASKids nun selbst Coaches geworden und organisieren Programme für die umliegenden Grundschulen. An der BAS lerne ich die neuen Aufgabenfelder kennen: die Ausrichtung von Grundschulfestivals, die Kinderbetreuung, verschiedene Grundschul-AGs oder die Event-Promotion durch das Social-Media-Team der BAS. Zusätzlich begleite ich die Trainingseinheiten, tausche Ideen mit den Coaches aus und reflektiere mit ihnen gemeinsam die einzelnen Einheiten.
Wenn ich nicht an der BAS unterwegs bin, befinde ich mich an der Deutschen Höheren Privatschule in Windhoek. Dort bin ich als Support für die Sportlehrkräfte bei ihren Unterrichtsstunden dabei und vermittle dort am Vormittag ALBAs Sportidee. Am Nachmittag unterstütze ich den Basketballcoach vor Ort im Training mit den weiblichen und männlichen Schulteams. Die U16- und U19-Teams trainieren meistens gleichzeitig, das ist eine ziemliche Herausforderung. Am Wochenende begleite ich die Teams dann zu ihren Spielen in der regionalen Basketball-Liga.
Es ist sehr schön, nach so langer Zeit wieder nach Namibia zu kommen und die Weiterentwicklung der Basketball Artists School zu sehen. Die ganzheitlichen Konzepte der BAS und der deutschen Schule hier in Windhoek entsprechen ALBAs Sportidee und bilden eine wunderbare Grundlage für zukünftige gemeinsame Projekte.“

Ostasien: ALBA-Projektleiter Thomas Vogel
„Mein Name ist Thomas, ich bin als ALBAs Projektleiter zuständig für den asiatischen Raum und dabei Direktor der 2021 gegründeten ALBA BERLIN Basketball Academy in Hongkong. Ich arbeite seit mittlerweile zehn Jahren bei 欧绿保柏林德国篮球队 – das ist Chinesisch für: ALBA BERLIN, deutsches Basketballteam.
Seit Anfang 2019 koordiniere ich alle Aktivitäten rund um China & Co. aus Hongkong. So kann ich unsere Kooperationen in Asien noch intensiver betreuen und neue Partner für ALBAs Ideen gewinnen. Weil in Asien eine weitreichende Begeisterung für Basketball herrscht, ist unsere Lieblingssportart ein attraktives Medium, um nicht nur sportliches Wissen zu vermitteln, sondern auch wichtige Themen wie Gesundheit, Fremdsprachenerwerb oder Nachhaltigkeit zu platzieren. Die Expertise und Erfahrung liefern wir bei ALBA vom Nachwuchs- bis zum Profibereich.
Im Jahr 2011 haben wir unser Engagement in China begonnen und es mittlerweile auf Japan, Südkorea und Singapur ausgeweitet. Los ging es damals an den deutschen Schulen in Peking und Shanghai: Dort richten wir seitdem jährlich die PASCH-Basketballturniere aus, an denen chinesische Schulen teilnehmen, die Deutsch als Fremdsprache unterrichten. Deutsch ist nach Englisch die beliebteste Fremdsprache an chinesischen Schulen. Es fehlt jedoch oft an Gelegenheiten, das sprachliche Wissen außerhalb des Klassenzimmers anzuwenden und sportbegeisterte deutsche Erstsprachler:innen kennenzulernen. Die Turniere ermöglichen genau das. Dabei entstehen neue Freundschaften auf und neben dem Basketballfeld.
Zusätzlich organisiere ich regelmäßig Trainingseinheiten, Fortbildungen, Feriencamps und andere Basketballprojekte. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie finden die Angebote vermehrt digital statt, die analogen Austauschformate zwischen Asien und Deutschland werden jedoch demnächst hoffentlich auch wieder möglich sein. Darauf freue ich mich schon sehr!
Ob Schüler:in, Student:in, Politiker:in, Unternehmer:in oder Basketballprofi: In Asien nutzen wir Basketball als Brücke zwischen den Ländern, um uns auf spielerische Art und Weise zu verbinden, uns nachhaltig auszutauschen und damit zu einem positiven Wandel beizutragen. Auch dafür steht ALBA. Es ist immer wieder wahnsinnig toll für mich mitzuerleben, wie schnell die Hemmschwelle bei den Teilnehmenden ab- und nachhaltiges Wissen über die jeweils andere Kultur aufgebaut wird.“

Berlin: ALBA-Projektleiterin Maria Schmidt
„Ich bin Maria und ich leite seit Juni 2021 die internationalen sozialen Sportprojekte bei ALBA BERLIN. Ich bin der festen Überzeugung, dass Sport eines der besten Mittel ist, um Menschen weltweit miteinander zu verbinden und darüber Werte wie Toleranz, Fairplay und Offenheit sowie eine generelle Völkerverständigung zu fördern. Unsere Vision: Menschen sollen ein Leben lang aktiv bleiben und dabei interkulturelle Kompetenzen erlangen.
Um das zu erreichen, setzen wir verschiedene Austauschformate im Bereich Kultur und Sport um. Durch die Corona-Pandemie ist zuletzt vieles digital passiert, zum Beispiel in unserem Projekt Basketball baut Brücken, einem Schulaustausch zwischen Deutschland und China: Dort haben sich die teilnehmenden Schüler:innen am 6. April, dem Internationalen Tag des Sports für Entwicklung und Frieden, online getroffen und sich über ihr Lieblingssportarten ausgetauscht.
Ich bin selbst immer wieder überrascht, was online alles möglich ist. Aber der analoge Austausch ist natürlich immer noch einmal ein ganz anderes Erlebnis. Deshalb freue ich mich sehr, dass gerade einige unserer ALBA-Nachwuchsteams bei Turnieren in Österreich und Frankreich unterwegs sein können. Oder dass unserer Coach Ferdinand zurzeit in Namibia an einem Trainer:innenaustausch teilnimmt. Und neue internationale Austauschbegegnungen sind schon in Planung!
Durch die Erfahrungen im Austausch erleben die jungen Spieler:innen einen Perspektivwechsel, es entstehen langfristige Freundschaften und das Verständnis für die jeweils andere Kultur wird auf spielerische Art und Weise gestärkt. Ich bin sehr froh, dass wir diese Erfahrungen vielen jungen Menschen ermöglichen können und dadurch hoffentlich auch unseren Teil zu einem friedlichen Miteinander beitragen können.“