
Nächste wichtige Vertragsverlängerung bei ALBA BERLIN: Martin Hermannsson bleibt bis zum Ende der Saison 2028/29 bei den Albatrossen. Der 31-jährige isländische Point Guard geht damit in seine insgesamt sechste Saison mit dem amtierenden Deutschen Meister. (Foto: Ulf Duda)
In der vergangenen Saison überzeugte Hermannsson in der BBL mit durchschnittlich 11,5 Punkten, 5,3 Assists und 2,0 Rebounds pro Partie. In der Basketball Champions League kam der Spielmacher auf 8,2 Punkte, 6,3 Assists und 2,3 Rebounds.
Himar Ojeda (ALBA-Sportdirektor): „Martin kam erstmals 2018 zu uns – damals war es für ihn ein großer Schritt, aus Frankreich nach Berlin zu kommen. Dann haben wir ihn 2024 in einer schwierigen Phase nach seiner Verletzung von Valencia zurückgeholt. Dass diese gegenseitige Liebe und Verbundenheit zwischen ihm und unserem Club so stark ist, macht uns sehr stolz. Martin ist in einer der besten Phasen seiner Karriere – gesund, in Topform und unglaublich wichtig dafür, wie wir Basketball spielen wollen. Wir freuen uns sehr, dass er weiter unsere jungen Spieler führen und unseren Stil auf dem Feld verkörpern wird.“
Martin Hermannsson: „Meine Familie und ich sind unglaublich glücklich, für weitere drei Jahre nach Berlin zurückzukehren – in unser zweites Zuhause. Wir sind schon lange zusammen, aber ich bin bereit, das noch länger zu machen. Nach einer unglaublichen letzten Saison kann ich es kaum erwarten, wieder mit Leib und Seele aufzulaufen. Und ich kann schon mal sagen: Mein Deutsch wird immer besser – nächstes Jahr spreche ich mit allen in der Halle auf Deutsch! Immer auf geht's, ALBA!“
Vita
Martin Hermannsson wurde am 16. September 1994 in der isländischen Hauptstadt Reykjavik geboren. Seine ersten Schritte auf dem Basketballcourt machte Hermannsson beim isländischen Serienmeister KR Reykjavik, galt früh als eines der Top-Talente des Landes und debütierte bereits mit 15 Jahren in der ersten isländischen Liga. Im Sommer 2015 entschied sich Hermannsson für ein US-College und spielte zwei Saisons für die Long Island University in der NCAA.
Zur Saison 2016/17 wechselte Hermannsson in die zweite französische Liga zu Charleville-Mézières. Eine starke Saison verschaffte ihm ein Engagement beim französischen Erstligisten Châlons-Reims. Dort war er in der Spielzeit 2017/18 auf Anhieb Topscorer sowie bester Passgeber seines Teams.
Im Sommer 2018 unterschrieb Hermannsson dann einen Vertrag bei ALBA. In seinem ersten Jahr in Berlin war der Guard direkt einer der Leistungsträger des Teams und hatte großen Anteil daran, dass die Albatrosse 2019 sensationell das Finale des EuroCups erreichten.In seiner zweiten Saison in Berlin gewann er mit ALBA das Double aus Deutscher Meisterschaft und Pokaltitel.
Anschließend zog es Hermannsson in die spanische ACB zu Valencia Basket – dem Team, dem er noch ein Jahr zuvor im EuroCup-Finale gegenübergestanden hatte. Am Ende seiner zweiten Spielzeit in Valencia zog sich der Spielmacher einen Kreuzbandriss zu. Nach überstandener Verletzung lief Hermannsson in der Saison 2023/24 noch in sieben Partien für Valencia auf, bevor er im Januar 2024 zu ALBA zurückkehrte.
In Berlin bewies sich der Isländer schnell wieder als unverzichtbarer Spielmacher. In den vergangenen zweieinhalb Saisons führte er die Albatrosse mit seiner Erfahrung als Point Guard an – 2024/25 sogar als ALBA-Kapitän. Im Finale um die Deutsche Meisterschaft 2026 hatte Hermannsson im alles entscheidenden fünften Spiel gegen Bayern München mit einem erfolgreichen Halbdistanzwurf kurz vor Ende großen Anteil am Titelgewinn.
Martin Hermannsson spielte für sämtliche Jugend-Nationalmannschaften Islands und stand im Alter von 20 Jahren auch im EM-Kader 2015, mit dem Island in Berlin gegen Deutschland das erste Europameisterschaftsspiel seiner Geschichte bestritt. Zur EM 2017 qualifizierte sich Island erneut – und der damals 22-Jährige war bereits der Führungsspieler seines Teams. Seitdem vertrat Hermannsson Island bei vielen Qualifikationsturnieren und der EM 2025, bei der er 12,6 Punkte, 4,8 Assists und 3 Rebounds pro Spiel beisteuerte. Anfang Juli legte der 31-Jährige 22 Punkte gegen Italien und 20 Zähler gegen Großbritannien bei den FIBA World Cup European Qualifiers auf.