Mehr als 600 Fachkräfte, Lehrkräfte und Trainer:innen aus ganz Südbaden haben am Montag im Dreisamstadion an zwei Weiterbildungsveranstaltungen des SC Freiburg und des Südbadischen Fußballverbands in Kooperation mit ALBA BERLIN teilgenommen. Im Mittelpunkt standen moderne Ansätze der Bewegungsförderung sowie die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen im Schul- und Vereinskontext. (Fotos: Jasmyn Groeschke/SC Freiburg)

Unter dem Leitgedanken „60 Minuten Bewegung. Alle. Jeden Tag.“ boten die beiden Fortbildungen praxisnahe Impulse für den Schulalltag und das Kinder- und Jugendtraining. Referent:innen vom SC Freiburg, dem Südbadischen Fußballverband (SBFV), dem Deutschen Fußball-Bund (DFB), von Advance.Football und ALBA Berlin vermittelten aktuelle Erkenntnisse und Methoden, die Bewegung, Spiel und Lernen stärker miteinander verknüpfen.

 

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Weiterbildungen für Schulen und Vereine

Am Vormittag stand die Weiterbildung „Spielorientiertes Lernen für mehr Bewegung in der Schule“ auf dem Programm. Lehrkräfte, Mitarbeitende der Schulkindbetreuung, FSJ-Absolvent:innen und Trainer:innen erhielten dabei konkrete Anregungen, um Bewegung noch stärker im Schulalltag zu verankern. Unterstützt wurden die Praxiseinheiten von Kindern des Adolf-Reichwein-Bildungshauses, einer Partnerschule des SC Freiburg.

Am Abend folgte die Weiterbildung „Spielorientiertes Lernen für mehr Bewegung im Training“ für Kinder- und Jugendfußballtrainer/innen aus Südbaden. Im Fokus standen die Trainingsphilosophie Deutschland des DFB sowie zeitgemäße Ausbildungsansätze im Nachwuchsfußball. Für die praktischen Demonstrationen waren Kinder des FC Freiburg-St. Georgen, einem Kinderfußball-Partner des SC Freiburg, auf dem Platz aktiv.

 

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Das sagen die Teilnehmenden

Ludwig Voss, Sportlicher Leiter SPORT VERNETZT bei ALBA Berlin: „Es ist total schön, heute in Freiburg zu stehen und gemeinsam über den Kindersport und die Entwicklung des Kindersports in Deutschland zu sprechen und Mitstreiter zu finden, wie den SC, den SBFV und den DFB als großen Dachverband. Das macht uns schon auch stolz, dass wir mit der Idee, die wir in Berlin selbst aufbauen konnten, mittlerweile deutschlandweit Mitstreiter:innen finden, die Interesse daran haben, dass das Kindersportsystem sich entwickelt und anpasst und in Zukunft vielleicht mehr Kinder in den Sport kommen können.“

Tobias Rauber, Leiter Nachhaltigkeit beim SC Freiburg: „Fortbildungen wie heute haben eine große Bedeutung, weil wir das Thema in die Köpfe der Leute bringen. Sport muss neu gedacht werden, wir müssen die Strukturen in Schulen und Vereinen so verändern, dass die Kinder qualitativ hochwertig 60 Minuten Bewegung am Tag erreichen können.“

Hannes Wolf, Direktor Nachwuchs, Training und Entwicklung beim DFB: „Von Fortbildungen wie heute profitiert nicht nur der DFB, sondern vor allem die Kinder und Jugendlichen. Im Spitzenbereich müssen wir schon zugeben, dass wir uns einfach nicht so gut entwickelt haben. Für Freiburg stimmt das nicht, aber für Deutschland stimmt es auf jeden Fall. Und da finde ich, ist heute das Bild nochmal klar geworden, dass es nicht reicht, an einem Ort Sport zu machen, sondern wir brauchen unterschiedliche Orte, wo Sport stattfinden kann.“

Andreas Kronenberg, Bundestorwarttrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft: „Es geht hier darum, für ein Thema zu sensibilisieren, nämlich, dass wir Kinder und Jugendliche wieder in Bewegung bringen wollen, einfach weil sich die Umstände verändert haben. Vor 50 Jahren kamen die Kinder auch nicht anders auf die Welt, aber die Angebote waren entsprechend anders. Und da ist es unsere Aufgabe, die jungen Menschen wieder für Bewegung zu begeistern.“

Zum Beitrag über die Fortbildung im SWR