
Nach dem EuroLeague-Derby gegen die Bayern erwartet die Basketballer von ALBA BERLIN am Sonntag, 21. Januar, 15.30 Uhr (live bei Dyn) zum Abschluss der BBL-Hinrunde ein weiterer Klassiker. Denn die Telekom Baskets Bonn und ALBA BERLIN schrieben 1997 gemeinsam Bundesligageschichte. Die Bonner zogen damals als erster Aufsteiger in der Geschichte der Liga direkt ins Finale ein. Dort setzte sich allerdings ALBA durch und löste somit mit dem ersten Meistertitel den Serienmeister Leverkusen ab. (Foto: Tilo Wiedensohler)
Israel González (ALBA-Cheftrainer): „Bonn ist eine sehr gute Mannschaft. Entscheidend für das Spiel wird für uns konsequentes Rebounding, Kontrolle bei den Bonner Distanzwürfen und unser Energielvel sein.“
Tim Schneider (ALBA-Forward): „Bonn hatte eine sehr starke Saison letztes Jahr, musste allerdings zu Beginn dieser Saison einige Abgänge hinnehmen. Auch durch den Trainerwechsel haben sie sich komplett umstrukturiert und insbesondere auf den Big-Man-Positionen verstärkt. Wir kommen mit den beiden EuroLeague-Doppelspieltagen aus zwei wirklich toughen Wochen. In Bonn zu spielen ist immer tough. Das ist eine laute Halle, und wir müssen voll fokussiert sein, um von Beginn an unseren Spielrhythmus zu finden.“
Die in jener legendären Saison begründete Rivalität zwischen den beiden Clubs, die sich auch in den Jahren 1999, 2001 und 2008 im Finale gegenüberstanden, lebt bis heute weiter. In der vergangenen Saison beendeten Bonn und Berlin sogar wie in alten Tagen die Bundesliga-Punktrunde Kopf an Kopf auf den ersten beiden Plätzen. In den Playoffs ließen beide sich jedoch dann gleichermaßen im Viertelfinale bzw. im Finale vom sensationellen Lauf der Ulmer überraschen.
In der aktuellen Saison müssen beide Clubs größere Umbrüche managen. Der letztjähriger Trainer Tuomas Iisalo wechselte nach dem Bonner Gewinn der Champions League nach Paris und nahm dabei das halbe Team der Telekom Baskets, darunter den Liga-MVP TJ Shorts, mit. Unter dem neuen Trainer, dem Belgier Roel Moors, ging Bonn somit in dieser Saison mit einer komplett neuen Mannschaft an den Start.
Den neuen Spielmacher Harald Frey hat Trainer Moors dafür aus Göttingen mitgebracht. Der flinke und korbgefährliche Norweger dirigiert zusammen mit dem ebenfalls durchschnittlich zweistellig scorenden US-Guard Glynn Watson ein vor allem in der Offensive bereits sehr gut harmonierendes Bonner Team. Die Telekom Baskets leisten sich im Schnitt nur zwölf Ballverluste pro Spiel (Platz drei der Liga-Statistik) und holen zudem aktuell die zweitmeisten Offensivrebounds (13,1 pro Spiel) in der easyCredit BBL.
Neben den Spielmachern glänzen auch die Spieler auf den anderen Positionen mit großer Korbgefährlichkeit, allen voran der letztjährige MVP der belgisch-niederländischen Liga, Brian Fobbs. Der US-Guard hat sich mit einer 43-prozentigen Dreierquote als Bonns neuer Topscorer herauskristallisiert. Auch Noah Kirkwood und Savion Flagg sind mit sind ihrer Kombination aus Größe und Athletik auf dem Flügel vielseitig einsetzbar sowie treffsicher aus der Distanz.
Innen und von außen korbgefährlich ist auch das deutsche Power-Forward-Duo Christian Sengfelder und Till Pape. Auf der Centerposition ist der Kanadier Thomas Kennedy, seit der Verletzung von Ex-Albatros Benedikt Turudic, weitestgehend auf sich allein gestellt, meistert diese schwierige Situation jedoch mit Bravour. Am vergangenen Wochenende legte Kennedy gegen den Tabellenführer Chemnitz 26 Punkte und 15 Rebounds auf.
Telekom Baskets Bonn (Stats easyCredit BBL 2023/24)
Nr. | Name | Pos. | Alter | cm | Nat. | BBL | Pkt/Sp | Rb/Sp | As/Sp |
0 | Tyreese Blunt | 1 | 21 | 192 | D/USA | 2 J. | 0,0 | 0,3 | 0,0 |
1 | Savion Flagg | 3 | 24 | 201 | USA | --- | 10,5 | 5,2 | 1,7 |
2 | Sam Griesel | 2/3 | 23 | 200 | D/USA | --- | 6,4 | 2,5 | 1,1 |
4 | Glynn Watson | 1/2 | 26 | 183 | USA | --- | 13,9 | 2,7 | 4,4 |
5 | Harald Frey | 1 | 26 | 188 | NOR | 2 J. | 11,2 | 1,7 | 4,2 |
11 | Brian Fobbs | 2 | 25 | 196 | USA |
| 14,0 | 3,0 | 1,8 |
12 | Florian Koch (verletzt) | 3 | 31 | 197 | GER | 12 J. |
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13 | Leon Bulic | 4/5 | 22 | 211 | CRO | 1 J. | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
19 | Till Pape | 4 | 26 | 206 | GER | 4 J. | 9,1 | 3,4 | 2,0 |
22 | Noah Kirkwood | 3 | 24 | 201 | CAN | --- | 11,8 | 2,9 | 2,2 |
43 | Christian Sengfelder | 4 | 28 | 203 | GER | 5 J. | 9,5 | 3,1 | 0,9 |
44 | Benedikt Turudic (verletzt) | 5 | 26 | 207 | D/CRO | 6 J. | 3,5 | 2,5 | 0,7 |
54 | Thomas Kennedy | 5 | 23 | 206 | CAN | --- | 7,0 | 5,4 | 0,7 |
Headcoach: Roel Moors (45, BEL, fünfte BBL-Saison, die erste mit Bonn)
Bonn: Resultate der letzten zwei Wochen:
07.01. Baskets Oldenburg – Bonn (BBL) 83:108 (S) Kirkwood 21
12.01. Bonn – Niners Chemnitz (BBL) 77:85 (N) Kennedy 26
ALBA BERLIN: Resultate der letzten zwei Wochen:
07.1. Bamberg Baskets – ALBA (BBL) 97:77 (N) Brown 21
09.1. Armani Mailand – ALBA (EuroL) 82:76 (N) Thiemann 13
12.1. ASVEL Villeurbanne (EuroL) 63:88 (S) Wetzell 13
14.1. ALBA – Würzburg Baskets (BBL) 90:82 (S) Brown 17
18.1. ALBA – Bayern München (EuroL) 65:82 (N) Spagnolo 15
ALBA-Bilanz gegen Bonn: 59:27
59 Siege – 27 Niederlagen (in Bonn 22:17)
Bundesliga 34-19 / Playoffs 17-7 / Pokal 6-1 / Eurocup 2-0