
Einmal tief durchatmen! ALBAs Basketballerinnen haben sich am Sonntagnachmittag einen waschechten Overtime-Thriller mit dem BC Marburg geliefert. Vor 1442 Fans in der Sömmeringhalle schenkten sich die beiden Teams nichts, am Ende hatten die Berlinerinnen aber den längeren Atem und gewannen mit 77:69. Zuvor war es über weite Strecken eine ausgeglichene Partie. Pünktlich zur Crunchtime legte das Team von Cristo Cabrera dann aber nochmal eine Schippe rauf. Großen Anteil daran hatten unter anderem Lena Gohlisch (7 Steals) und Marie Bertholdt (3 Blocks), die jeweils ALBAs DBBL-Rekorde einstellten.
Zu 100 Prozent kann man sich im Basketball nie auf den Gegner vorbereiten. Am Sonntag konnten beide Teams aufgrund ihrer Ähnlichkeiten aber schon erahnen, was sie erwarten würde. Genau wie ALBA setzten die Dolphins nämlich auf aggressive Defense und Ballgewinne, um im Anschluss Fastbreaks zu laufen und schnell zu spielen.
Zu Spielbeginn gelang das erstmal den Berlinerinnen ein bisschen besser. Marburg schoss in der Defense oft etwas übers Ziel hinaus, sammelte im ersten Viertel zehn Fouls und schickte ALBA immer wieder für einfache Punkte an die Linie. Dafür fiel der Dreier bei den Gästen viermal und so konnten sie sich wieder auf 19:19 herankämpfen. Auch im zweiten Viertel blieb es eine intensive Angelegenheit, allerdings trafen die Gastgeberinnen ihre Freiwürfe jetzt kaum noch (2/7). Zur Halbzeit lag der BC deswegen knapp mit 37:35 vorne.
Der Einsatz ließ in Hälfte Zwei auf beiden Seiten nicht nach, was das Scoring immer mehr erschwerte. Zwischendurch gelang den Dolphins mal ein kleiner Lauf, auf den hatte ALBA dann aber in Person von Lena Gohlisch die passende Antwort parat. Die Kapitänin klaute den Ball, legte Theresa Simon so einen offenen Korbleger auf und traf im folgenden Angriff einen Dreier. Vor der Crunchtime konnte sich beim Stand von 51:52 also niemand absetzen - und dann ging es nochmal ordentlich zur Sache.
Zwei Minuten vor Schluss stand es 61:61. Deeshyra Thomas brachte ALBA per And-One in Führung, Marburg glich per Dreier wieder aus und ging eine halbe Minute vor Schluss durch zwei Freiwürfe selbst in Front. Das konterte dann wiederum Deeshyra Thomas per Midrange-Wurf. Und weil der letzte Angriff vom BC in einem Offensivfoul an Marie Bertholdt endete und Deeshyra Thomas mit dem Buzzer nur den Ring traf, ging es in die Verlängerung. Dort gab ALBA dann von Beginn an den Ton an, weil Lena Gohlisch und Deeshyra Thomas endgültig übernahmen. Das Backcourt-Duo war an jedem Berliner Overtime-Punkt beteiligt und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.
Pokal up next! Am Samstag, dem 3. Januar, spielt ALBA ab 17.30 Uhr bei den USC Bascats Heidelberg um den Einzug ins Pokal-Viertelfinale. Das nächste Heimspiel lässt noch ein bisschen auf sich warten, genauer gesagt bis zum 18. Januar. Dann begrüßt ALBA die GiroLive Panthers Osnabrück ab 16 Uhr zu einer DBBL-Partie, für die ihr euch HIER eure Tickets sichern könnt.
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Viertelergebnisse (ALBA erstgenannt):
19:19 | 16:18 | 16:15 | 15:14 | Endergebnis: 77:69
Game Facts (ALBA erstgenannt):
• Rebounds: 46 | 45
• Assists: 19 | 16
• Ballgewinne: 12 | 8
• Ballverluste: 19 | 26
Best of ALBA: Theresa Simon: 14pt 6rb 3as 1bl | Deeshyra Thomas: 12pt 8rb 4as | Jo Raflo: 12pt | Lena Gohlisch: 11pt 4as 7st (Eingestellter ALBA DBBL-Rekord) | Marie Bertholdt: 10pt 3bl (Eingestellter ALBA DBBL-Rekord) | Komplette Statistik
Lena Gohlisch (ALBA-Captain): „Wir hatten in den letzten Wochen mehrere frustrierende Spiele und haben heute ein wenig gebraucht, um unseren Flow zu finden. Dann haben wir den Sieg aber umso mehr gewollt, das hat uns die Partie schlussendlich in der Overtime gewonnen. Zuletzt haben wir immer wieder über Konstanz geredet und ich glaube, dass heute das erste Spiel war, in dem wir wirklich konstant gespielt haben, auch wenn wir dafür kämpfen mussten. Dieser Sieg ist gut für den Prozess, in dem wir uns gerade befinden, und es ist sehr schön das Jahr so hier in der Sömmeringhalle zu beenden."
Lia Kentzler (Marburg-Insidespielerin): „Es ist schade, am Ende so knapp zu verlieren. Wir hatten vor allem zu Beginn Probleme mit der Physis von ALBA, wie schon im Hinspiel. In der zweiten Hälfte konnten wir das dann ein bisschen umdrehen und so besser angreifen. Bei der Overtime hatten wir dann auch Pech mit Ballverlusten und ALBA hat ein paar echt toughe Würfe getroffen, zum Beispiel der Dreier von Lena Gohlisch. Da sind wir dann nicht mehr hinterhergekommen und haben leider verloren."



