
Am Mittwochabend mussten sich die Basketballer von ALBA BERLIN auch im zweiten Viertelfinal-Duell der Best-of_Three-Serie gegen die BCL-Titelverteidiger von Unicaja Malaga mit 85:88 geschlagen geben. Dabei kämpften sich die Berliner in der Crunchtime von einem 14-Punkte-Rückstand vor großartiger Kulisse in der Max-Schmeling-Halle noch bis in die Overtime, unterlagen dort jedoch den spanischen Gästen erneut knapp. Somit ist die Reise in ALBAs erster BCL-Saison beendet, während Malaga ins Final Four in Badalona einzieht. (Foto: Florian Ullbrich)
Pedro Calles (ALBA-Cheftrainer): „Zunächst Glückwunsch an Malaga zum Sieg und zur Qualifikation für das Final Four der BCL. Zweitens: Auch wenn wir heute verloren haben und aus dem Wettbewerb ausgeschieden sind, sind wir stolz auf unsere erste BCL-Saison sowie auf die Art und Weise, wie wir gespielt und gekämpft haben. In vielen Aspekten war dieses Spiel dem ersten Spiel in Malaga sehr ähnlich. Unsere Ballverluste und die Offensiv-Rebounds von Malaga waren die entscheidenden Faktoren, die es uns nicht erlaubt haben, das Spiel zu kontrollieren oder uns in eine bessere Position zu bringen. Aber einmal mehr haben wir im vierten Viertel einen Weg gefunden, zurückzukommen – diesmal sogar bis in die Verlängerung. Insgesamt bin ich stolz auf die Leistung unseres Teams.“
Ibon Navarro (Cheftrainer Malaga): „Zunächst möchte ich dem Team, dem Club, den Spielern, dem Staff und den Fans gratulieren. Wir sind nicht in der gleichen Situation wie in den vergangenen Jahren – wir haben große Probleme durch den Ausfall sehr wichtiger Spieler –, aber wir haben uns hierher gekämpft. Ich möchte auch ALBA BERLIN als Organisation und Coach Pedro Calles für ihren Spielstil gratulieren. Ihr Kader hat sich nach dem Wechsel von der EuroLeague in die Champions League verändert, aber ihre Energie und ihr Spielstil sind gleich geblieben. Sie geben nie auf. Sie sind in beiden Spielen zurückgekommen, und deshalb sind sie derzeit Zweiter in der Bundesliga.“
Justin Bean (ALBA-Forward): „Ich glaube, unser Coach hat es direkt nach dem Spiel in der Kabine am besten gesagt: Niemand kann mit unserem Einsatz unzufrieden sein. Diese Niederlage tut weh, so wie sie es auch sollte, denn wir wollen jede Partie gewinnen. Wir haben daran geglaubt, dass wir gewinnen können, und das hat jeder im letzten Viertel gesehen. Wir sind über die gesamte Saison hinweg zusammengeblieben – trotz Höhen und Tiefen und trotz der Verletzungen. Genau das macht gute Teams aus, und das hat uns auch heute die Chance gegeben, gegen ein Top-Team wie Malaga zu gewinnen. Sie sind der amtierende Champion, ein großartiges Team, und sie haben in den entscheidenden Momenten toughe Würfe getroffen. Am Ende hat Malaga zwar gewonnen, aber ich bin stolz auf uns.“
Das Spiel im Re-Live bei DYN
In der Max-Schmeling-Halle hatte das Team von ALBA-Headcoach Pedro Calles eine letzte Chance die Viertelfinal-Serie im Best-of-Three-Modus auszugleichen und somit die Hoffnungen auf das Final Four in der Champions League aufrecht zu erhalten. Keine leichte Aufgabe für die Berliner.
Die Albatrosse starteten gut in die Partie und bestachen im Anfangsviertel vor allem durch ihre bissige Defense. Offensiv übernahm ALBA-Co-Kapitän Malte Delow die Verantwortung und steuerte sieben Punkte zum Zwischenstand von 15:13 bei. Auf Malte folgte Mo Wood: Der US-Amerikaner erzielte in den darauffolgenden zehn Minuten acht Punkte und sorgte so für einen ausgeglichenen Fight in der Offense beider Teams bis zur Halbzeit, die beim Punktestand von 36:34 endete.
Die Gäste aus Malaga erwischten den besseren Start nach der Pause und fanden schnell wieder in ihren Spielrythmus. Ganz besonders Unicaja-Guard Kendrick Perry, der in drei Minuten neun Punkte erzielte, stellte die Berliner Defense vor Probleme. So gingen die Albatrosse mit elf Punkten Rückstand ins Schlussviertel.
Aufgegeben hatte sich das Team von ALBA-Cheftrainer Pedro Calles jedoch nicht: Mit Leib und Seele kämpften sie sich zurück in die Partie, machten einen 14-Punkte-Rückstand wett und glichen dank zwei Freiwürfen von ALBA-Guard Jack Kayil kurz vor Schluss zum 74:74 aus. In der Overtime ließen die Albatrosse dann nochmal alles auf dem Parkett. Doch leider reichte es schlussendlich nicht für den Comeback-Sieg und die Titelverteidiger von Unicaja Malaga setzten sich mit 88:85 durch. Somit endet die Reise von ALBA BERLIN in der ersten Berliner BCL-Saison im Viertelfinale. Mit am Ende 25 Punkten war Jack Kayil nicht nur ALBA-Topscorer, sondern stellte zudem auch ein neues persönliches Career-High auf.
Best of ALBA: Kayil 25pt (Career-High) 6as 4rb 2st 1bl | Roberts 13pt 9rb 3as 1st | Agbakoko 10pt 2st | Komplette Statistik