Die Basketballer von ALBA BERLIN starten mit zwei Heimspielen am Freitag (17. Mai, 18.30 Uhr, Uber Arena) und am Sonntag (19. Mai, 17 Uhr, Max-Schmeling-Halle) in die Viertelfinal-Playoffserie der easyCredit Basketball Bundesliga. Für die Berliner, die diese Endrunde als einziger Bundesligist noch nie verpasst haben, sind es die 34. Playoffs in Folge. Im Viertelfinale, das im Best-of-Five-Modus gespielt wird, trifft ALBA auf die Telekom Baskets Bonn gegen die ALBA 1997 im Finale seinen ersten Meistertitel gewann. (Foto: Tilo Wiedensohler)

Das sind die Spieltermine:

Freitag, 17. Mai, 18.30 Uhr (Uber Arena)
Sonntag, 19. Mai, 17 Uhr (Max-Schmeling-Halle)
Dienstag, 21. Mai, 18.30 Uhr (in Bonn)
evtl. Donnerstag, 23. Mai (in Bonn)
evtl. Samstag, 25. Mai (Max-Schmeling-Halle)

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Israel González (ALBA-Cheftrainer): „Bonn ist mit einem stark veränderten Kader in die Saison gestartet und im Laufe der Saison als Team gewachsen. Auch in den Play-Ins gegen Ludwigsburg haben sie viel Selbstbewusstsein und guten Basketball gezeigt. Bonn spielt sehr physisch, geht konsequent zum Offensivrebound und hat viel Qualität im Pick-and-Roll. Wir sind vorgewarnt und wollen in dieser Saison nicht die gleichen Fehler machen, wie in den letzten Playoffs. Wir gehen hochkonzentriert ins Viertelfinale!“

Johannes Thiemann (ALBA-Kapitän): „Bonn hat sich zuletzt gleich zweimal dominant gegen Ludwigsburg durchgesetzt. Ab Freitag geht es für uns in die Vollen und Bonn ist ein nicht zu unterschätzender Gegner. Sie spielen sehr physisch und treffen ihre Würfe hochprozentig. Deshalb müssen wir mit vollem Fokus in die Playoff-Serie reingehen und von Beginn an Präsenz zeigen.“

Während ALBA sich als Tabellenzweiter direkt für die Playoffs qualifiziert hat, mussten die Telekom Baskets ihr Playoff-Ticket als Siebter in einer zu dieser Saison neu eingeführten Play-In-Runde nachlösen. Dabei setzten sich die Bonner am Dienstagabend gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg mit einem 90:69-Sieg souverän durch. Mit einem 32:13-Lauf überrollte Bonn die defensivstarken Ludwigsburger gleich im ersten Viertel und demonstrierte damit eindrucksvoll seine große Offensivstärke.

Mit Spielmacher Harald Frey die zweitbeste Offensive der BBL

Mit durchschnittlich 89,5 Punkten und einer Wurfquote von 48,7 Prozent sowie im Schnitt lediglich zwölf Ballverlusten bewiesen die Bonner schon im statistischen Ranking der easyCredit BBL-Hauptrunde hinter Bayern München die zweitstärkste Offense. Gleich acht Spieler markieren durchschnittlich acht bis 14 Punkte. Damit zeigt sich als Bonns Stärke nicht zuletzt das ausgeglichene Scoring und macht die Telekom Baskets in der Zone wie an der Dreierlinie gefährlich und schwer ausrechenbar.

Dirigiert wird das Bonner Spiel vom Linkshänder Harald Frey, den Bonns belgischer Trainer Roel Moors im vergangenen Sommer als Spielmacher aus Göttingen an den Rhein mitgebracht hat. Während Frey mit im Schnitt fünf Assists in erster Linie als guter Pick-and-Roll-Spieler die Passoption sucht, präsentiert sich der US-Amerikaner Glynn Watson als schneller Combo Guard, der eher den eigenen Abschluss präferiert.

US-Guard Brian Fobbs ist Bonns Topscorer

Sucht man in der ausgeglichenen Bonner Offensive nach einem Go-to-Guy, landet der Blick schnell bei Brian Fobbs. Der ebenfalls Linkshänder war auch im Play-In-Spiel gegen Ludwigsburg mit 20 Punkten und 4/7 Dreiern Bonns Topscorer. In der vergangenen Saison empfahl sich der explosive US-Guard mit seinem guten Ballhandling und viel Athletik als MVP der belgisch-niederländischen Liga für einen Wechsel in die easyCredit BBL.

Auch auf dem Flügel sind die Bonner mit Sam Griesel (gewann 2019 zusammen mit Jonas Mattisseck mit der deutschen Auswahl in Tel Aviv Bronze bei der U20-Europameisterschaft) und dem defensivstarken Kanadier Noah Kirkwood sehr vielseitig besetzt. Beide Flügelspieler können sich in Korbnähe behaupten, sind aber auch von außen gefährlich und können zudem mit viel Spielintelligenz für ihre Mitspieler kreieren.

Thomas Kennedy als beweglicher Center in der Zone

Unberechenbar wird die Bonner Offensive zudem dadurch, dass fast alle Spieler auch aus der Distanz treffen. Die sichersten Dreierschützen im Team sind dabei die Power Forwards Christian Sengfelder und Savion Flagg (41 Prozent / 40 Prozent). Während Flagg dank seiner Athletik nebenbei der zweitbeste Rebounder im Team ist, profitiert Sengfelder mit viel Spielgefühl von seiner Erfahrung.

Besonders wach sind die Bonner am offensiven Brett, wo sie mit durchschnittlich 13 Offensivrebounds das zweitbeste Team der easyCredit BBL sind. Vor allem der 23-jährige kanadische Center Thomas Kennedy ist unter dem Korb oft einen Schritt schneller als seine Gegenspieler und darüber hinaus auch in der Zone als Scorer sehr präsent. Der zweite Big Men Till Pape geht nicht nur ebenfalls jedem Offensivrebound nach, sondern ist auch als Distanzschütze gefährlich.

Telekom Baskets Bonn (Stats easyCredit BBL 2023/24)

Nr.

Name

Pos.

Alter

cm

Nat.

BBL

Pkt/Sp

Rb/Sp

As/Sp

0

Tyrese Blunt

1

21

192

D/USA

2 J.

0,8

0,6

0,1

1

Savion Flagg

3/4

24

201

USA

---

9,0

5,1

1,3

2

Sam Griesel

2/3

24

200

D/USA

---

7,8

3,5

1,1

4

Glynn Watson jr.

1/2

27

183

USA

---

13,2

2,8

4,0

5

Harald Frey

1

26

188

NOR

2 J.

11,2

1,6

5,2

11

Brian Fobbs

2

26

196

USA

---

13,9

3,1

1,9

12

Florian Koch

3

32

197

GER

11 J.

0,9

0,6

0,0

13

Leon Bulić

4/5

22

211

CRO

1 J.

0,0

0,0

0,0

19

Till Pape

4/5

26

206

GER

4 J.

7,3

2,5

1,4

21

Lars Thiemann

5

23

213

GER

---

1,8

0,9

0,1

22

Noah Kirkwood

3

24

201

CAN

---

10,6

3,1

2,2

43

Christian Sengfelder

4

29

203

GER

5 J.

8,7

3,3

0,7

44

Benedikt  Turudić

5

27

207

D/CRO

6 J.

3,5

2,5

0,7

54

Thomas Kennedy

5

23

206

CAN

---

11,8

6,0

1,6

Headcoach: Roel Moors (45, BEL, fünfte BBL-Saison, die erste mit Bonn)

Bonn: Resultate der letzten zwei Wochen:
05.5. Bonn – Baskets Würzburg (BBL) 91:100 (N) Watson jr. 22
08.5. ALBA BERLIN – Bonn (BBL) 90:69 (N) Frey 23
12.5. Bonn – Riesen Ludwigsburg (BBL) 87:60 (S) Sengfelder 13
14.5. Bonn – Riesen Ludwigsburg (Play-In) 90:69 (S) Fobbs 20

ALBA BERLIN: Resultate der letzten zwei Wochen:
05.5. Bayern München – ALBA (BBL) 77:53 (N) Thomas 12
08.5. ALBA – Baskets Bonn (BBL) 90:69 (S) Brown 22
10.5. ALBA – Bayern München (BBL) 59:53 (S) Brown 11
12.5. Merlins Crailsheim – ALBA (BBL) 83:103 (S) Thomas 21

ALBA-Bilanz gegen Bonn
61Siege – 27 Niederlagen (in Berlin 35 - 10)
Bundesliga 36-19 / Playoffs 17-7 / Pokal 6-1 / Eurocup 2-0