
Siegesserie gerissen: Die ALBA-Frauen verlieren zuhause vor starker Kulisse gegen die Saarlouis Royals und müssen damit erstmals seit fünf Pflichtspielen wieder eine Niederlage hinnehmen. Vor 1763 Fans in der Sömmeringhalle gerieten die Gastgeberinnen ohne vier verletzte Rotationsspielerinnen vor der Halbzeitpause in Rückstand. In der zweiten Hälfte arbeiteten Lena Gohlisch und Co. bis zum Ende hart am Comeback, mussten sich aber schlussendlich mit 58:70 geschlagen geben. Die erhoffte Revanche für das knappe Hinspiel aus dem November (63:68) blieb somit aus.
ALBA gegen Saarlouis, das hatte sich in der letzten Saison schon zu einem DBBL-Klassiker entwickelt. Acht Mal standen sich die beiden Teams damals gegenüber, darunter unzählige hochklassige und spannende Spiele. Der Höhepunkt war dabei Spiel fünf im DBBL-Halbfinale, das die Royals nach viel hin und her in der Overtime gewinnen konnten. Nun hatten die Berlinerinnen trotz der üppigen Verletztenliste (Leoni Kreyenfeld, Jo Raflo, Abby Muse, Marie Bertholdt) die Möglichkeit zur Revanche.
Doch die Gäste fanden erst einmal schneller in ihren Offensivrhythmus, auch dank Jessika Schiffer, die acht Punkte im ersten Viertel beisteuerte. ALBA hielt dann auch stark dagegen, woran Tessa Stammberger mit ebenfalls acht Punkten in Viertel eins großen Anteil hatte und ihrem Team so zum Zwischenstand von 20:20 verhalf. Danach brach die Offensive der Gastgeberinnen aber etwas ein. Die Royals hingegen machten dort weiter, wo sie vor der Viertelpause aufgehört hatten, und so stand es zur Halbzeit 28:39.
In Hälfte zwei sah es ähnlich aus. Die Berliner:innen versuchten jetzt, den Vorsprung wettzumachen und konnten auch immer wieder positive Akzente setzen. Konstant wurde es aber nicht, weswegen die Saarländerinnen es schafften, ihre Führung 43:57 auszubauen. Im letzten Spielabschnitt warfen die Gastgeberinnen noch einmal alles rein. Vor allem Alina Hartmann ging voran und steuerte im Schlussviertel sieben Punkte bei. Am Ende reichte es allerdings nicht für ein Comeback und das Team rund um Kapitänin Lena Gohlisch musste sich schlussendlich 58:70 geschlagen geben.
Als Nächstes sind die ALBA-Frauen in Hannover zu Gast. Am Sonntag, den 08. Februar, um 16:00 Uhr haben die Berlinerinnen dann die nächste Chance auf eine Revanche, denn das erste Auswärtsspiel in Hannover konnten die Luchse gewinnen. Erst am 20. Februar (Freitag) geht es wieder in der Sömmeringhalle zur Sache, wenn der Syntainics MBC in die Hauptstadt reist. Los geht's um 19.30 Uhr, Tickets für dieses Spiel bekommt ihr HIER!
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Viertelergebnisse (ALBA erstgenannt):
20:20 | 8:19 | 15:19 | 15:12 | Endergebnis: 58:70
Game Facts (ALBA erstgenannt):
• Rebounds: 31 | 40
• Assists: 15 | 18
• Ballgewinne: 12 | 8
• Ballverluste: 16 | 20
Best of ALBA: Tessa Stammberger: 12pt 4rb 3as 1bl | Lena Gohlisch: 10pt 4as | Alina Hartmann 9pt 3rb | Komplette Statistik
Emily Kiser (ALBA-Insidespieler): „Saarlouis ist ein super physisches Team. Sie bewegen den Ball klug und hatten heute einen guten Gameplan. Das hat uns vor allem im zweiten Viertel Probleme bereitet. Es hat natürlich auch weh getan, heute nur mit zehn Spielerinnen antreten zu können. Aber dafür haben wir zum Glück andere Spielerinnen, die Verantwortung übernehmen können und ihre Minuten kriegen. Für das Halbfinale im Pokal müssen wir uns vornehmen, die Physis zu matchen, von Anfang an bereit zu sein und diese Intensität über 40 Minuten zu halten."
Emma Eichmeyer (Saarlouis-Flügelspielerin): „Wir wussten, dass wir heute viel Energie und Aggressivität brauchen, da ALBA ein schnelles und variables Team ist. Deswegen muss man gegen sie sehr wach sein, das ist uns Anfangs gut gelungen. Zwar haben wir uns phasenweise dann auch mal etwas aus dem Rhythmus bringen lassen, wir konnten uns aber auch immer wieder zurückkämpfen und am Ende den Sieg mitnehmen. Zwar müssen wir an den Situationen, in denen uns ALBAs große Defense-Probleme bereitet hat, noch arbeiten. Alles in allem können wir aber sehr zufrieden sein."



