
Vor über 10.000 Fans in der Uber Arena mussten sich die Basketballer von ALBA BERLIN am Ende eines heißen BBL-Duells mit 82:84 gegen die NINERS aus Chemnitz knapp geschlagen geben. Dabei lieferten sich beide Teams eine enge Crunchtime und schenkten sich in den letzten Spielminuten nichts. Am Ende entschied die Partie dan jedoch zwei Chemnitzer Freiwürfe zum Endstand von 82:84. (Foto: Tilo Wiedensohler)
Pedro Calles (ALBA-Cheftrainer): „Gratulation an Chemnitz zum Sieg. Die Niners sind sehr gut ins Spiel gestartet und waren aggressiver als wir. Wir sind erst nach 20 Minuten in die Partie gekommen. In der ersten Halbzeit haben wir 52 Punkte zugelassen, in der zweiten Hälfte waren es dann nur noch 32 – das verdeutlicht, wie wir die Intensität nach oben geschraubt haben. Kurz vor Ende konnten wir uns dann aber den wichtigen Rebound nicht sichern. Und dass so eine enge Partie dann am Ende per Schiedsrichterpfiff entschieden wurde, ist sehr schade.“
Rodrigo Pastore (Cheftrainer Chemnitz): „Für mich spielt ALBA momentan den besten Basketball der Liga, deshalb war das für uns heute ein schweres Spiel – erst recht nach der letzten heftigen Niederlage. Aber uns war die Wichtigkeit des Spiels bewusst und haben es allen Widrigkeiten zum Trotz geschafft, uns auf uns zu fokussieren, wieder zu einer Einheit zu werden und unseren besten Basketball zu spielen. Dank unserer vielen mitgereisten Fans hat sich diese Partie wie ein Heimspiel angefühlt. Dieser Sieg ist für unsere Fans!“
Jonas Mattisseck (ALBA-Kapitän): „Wir haben uns für das heutige Spiel viel vorgenommen, wollten in diesem Derby als Sieger vom Platz gehen und damit den zweiten Tabellenplatz sichern. Das ist uns heute nicht gelungen, dementsprechend sind wir natürlich sehr enttäuscht. Danke an unsere Fans für die großartige Unterstützung. Ich wünschte, wir hätten sie mit einem Sieg belohnen können.“
Das Spiel im Re-Live bei DYN
Die Albatrosse standen heute, keine 48 Stunden nach dem heißen Auswärtsspiel in München, mit gleichem Kader erneut auf dem Parkett. Die Gäste aus Chemnitz erwischten den besseren Start in die Partie und spielten effizient in der Offensive sowie konzentriert in der Defense. Das stellte die Hauptstädter vor Probleme und so geriet man bereits nach zehn Minuten mit 20:27 in Rückstand. Auch im zweiten Viertel kontrollierten die Chemnitzer das Spiel nicht zuletzt dank jede Menge Physis an beiden Enden des Spielfeldes. So vergrößerte sich ihr Vorsprung zur Halbzeit auf 39:52.
Doch die Albatrosse ließen das nicht auf sich sitzen und kamen mit spürbar mehr Energie aus der Pause. Das machte sich vor allem defensiv bemerkbar: Die NINERS fanden nur noch selten gute Abschlüsse und trafen vor allem auch ihre Würfe nicht mehr so hochprozentig wie zuvor. Offensiv übernahm ALBA-Guard Jack Kayil die Verantwortung und brachte sein Team fast im Alleingang mit zehn Punkten in knapp zwei Minuten wieder an die Gäste zum 65:68 vor dem Schlussviertel heran. Nun lieferten sich beide Teams einen Schlagabtausch bis in die Crunchtime hinein. Am Ende verloren die Berliner durch zwei verwandelte Chemnitzer Freiwürfe fünf Sekunden vor Spielende und müssen nun das Heimduell am nächsten Sonntag (3. Mai, 16.30 Uhr, Max-Schmeling-Halle) gewinnen, um sich den zweiten Tabellenplatz zu sichern.
Best of ALBA: Kayil 19pt 3rb 1st | Bean 14pt 4rb 2st | Wood 11pt 7rb 2bl | Rataj 10pt 6rb 1st | Komplette Statistik
Das nächste und damit auch letzte BBL-Heimspiel vor den playoffs steht für die Albatrosse am Sonntag, 10. Mai, um 16.30 Uhr auf dem Programm. Dann treffen die Berliner zu Hause in der Max-Schmeling-Halle auf Jena. Tickets gibt es HIER!