
ALBA BERLIN und Maccabi Tel-Aviv – das ist leidenschaftlicher wie freundschaftlicher Wettbewerb auf höchstem europäischen Niveau in der EuroLeague. Aber auch noch mehr: Seit 2012 pflegen die Jugendabteilungen beider Clubs eine intensive Partnerschaft. Nach drei Corona-Jahren, in denen gemeinsame Begegnungen kaum möglich waren, wird dieser Austausch nun endlich wieder lebendig: Im Oktober waren erstmals weibliche Teams aus der ALBA JUGEND in Israel bei Maccabi zu Gast. Eine tolle Zeit für alle!
Für sieben Tage reiste eine Gruppe aus ALBAs wU15 und wU16 nach Israel, um sowohl basketballerische als auch soziale und kulturelle Erfahrungen zu sammeln und der gemeinsamen Geschichte nachzuspüren. Begleitet wurden die elf Spielerinnen von ihren Coaches Tom Grawe, Alyssa Montgomery und Jules Keichian.

Die schon bei früheren Begegnungen bewährte Unterbringung in Gastfamilien war auch dieses Mal wieder ein essenzieller Bestandteil des Austauschs, um einen tiefen Einblick in Kultur und Alltag der Mädchen aus Tel Aviv zu gewinnen. Auf dem Programm standen neben dem wichtigen Besuch des Holocaust-Museums Yad Vashem in Jerusalem auch ein gemeinsamer Tagesausflug nach Haifa und Akkon, die Erkundung der Stadt Tel Aviv und die gemeinsame Reflexion der Erlebnisse. Dazu gab es natürlich auch zwei spaßige, aber auch intensive Trainingseinheiten sowie ein hart umkämpftes Freundschaftsspiel, in dem sich nichts geschenkt wurde.
Es war eine mega Zeit und wir sind als Team gut zusammengewachsen.
ALBAs wU16-Spielerin Alana

Neben den kulturellen und sportlichen Teilen stand als weiteres Highlight ein Workshop zum Thema Geschlechtergleichheit auf dem Programm. Hier konnten die Spielerinnen reflektieren, diskutieren und vergleichen, wie es um den Basketball im Mädchen- und Frauenbereich beider Länder steht und was unternommen werden muss, um die Entwicklung zusammen weiter voranzutreiben.
„Die wichtigste Lektion, die ich von der Israel-Reise mitgenommen habe, ist, dass es beim Basketball um mehr geht als nur darum, Spielerinnen auf dem Platz zu trainieren“, unterstrich ALBAs Trainerin Alyssa Montgomery. „Als Trainerinnen und Frauen haben wir die Pflicht, uns zu präsentieren und den jungen Frauen zu zeigen, dass wir zu allem fähig sind!“
Ein gemeinsames Sukkot-Dinner bat zum Abschluss noch einmal eine tolle Möglichkeit, noch tiefer in die Kultur einzutauchen und gemeinsam die Woche Revue passieren zu lassen. Shiri Gold, die bei Maccabi Tel-Aviv die weibliche Abteilung leitet, zog ein äußerst positives Fazit: „Ich habe das Gefühl, dass wir die gläserne Decke nicht nur beruflich, sondern auch kulturell und gesellschaftlich durchbrochen haben. Wir freuen uns darauf, den Delegationsaustausch in den kommenden Jahren fortzusetzen. Wir haben ein großartiges professionelles Team von ALBA BERLIN kennengelernt, nette Mädchen, gute Spielerinnen und tolle Mitarbeiter:innen. Dies ist der Beginn einer großartigen Freundschaft!“

Der Sport- und Kulturaustausch mit Tel Aviv reiht sich ein in eine Vielzahl von nationalen und internationalen Austauschbegegnungen bei ALBA BERLIN, die durch einen Perspektivwechsel das Ziel verfolgen, interkulturelle Kompetenz zu fördern, demokratische Werte wie Toleranz und Partizipation zu stärken sowie Basketballstrukturen auf der ganzen Welt kennenzulernen und durch einen Wissenstransfer zu stärken.
Die Teilnehmenden kehren nicht nur mit neuen Freundschaften, sondern auch mit prägenden Erfahrungen zurück nach Berlin. Sie haben neue Erkenntnisse über die gemeinsame Geschichte von Israel und Deutschland gesammelt und sind für eine Woche in eine neue Kultur eingetaucht.
Insgesamt blicken wir auf eine intensive, ereignisreiche Woche zurück, mit vielen unvergesslichen Erfahrungen. Wir sind sehr dankbar für die unglaubliche Gastfreundschaft und bedanken uns auch bei der Deutschen Sportjugend und ConAct für die Förderung und Unterstützung der Begegnungsreise. Wir freuen uns schon auf den zweiten Teil des Austauschs, wenn das Team von Maccabi Tel-Aviv 2023 nach Berlin kommt und wir uns für die Gastfreundschaft revanchieren können.


Deutsch-israelische Begegnungen werden aus Mitteln des Kinder- und Jugendplanes des Bundes (KJP) gefördert. Sie werden von ConAct, dem Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch verwaltet und durch die dsj als Zentralstelle für den Sport an die Träger im organisierten Kinder- und Jugendsport weitergeleitet.
