
Nun beginnen die Fahrten zu den Auswärtsspielen der Playoffs. Was die Spieler unterwegs auf den Ohren haben, wissen wir seit der Playlist „Traveller’s Delight Vol. 1“. Aufmerksame Fans wollten allerdings sofort wissen, welche Musik der Trainerstab hört. Deshalb also jetzt die zweite Ausgabe von ALBAs Reiseplaylist.
HINWEIS: Das Titelbild wurde im Februar 2019 aufgenommen
Oft nutzen die Trainer und Betreuer der Albatrosse ihre Zeit in Bus, Bahn und Flugzeug zum Arbeiten. Da müssen noch letzte Dinge vor dem anstehenden Auswärtsspiel organisiert werden oder man bereitet sich beispielsweise mit Videoanalysen auf die gegnerische Mannschaft vor. Irgendwann aber klappen auch die Fleißigsten mal den Rechner zu und hören Musik.
Unser Physiotherapeut Henrik Lange kennt sich aus mit positiven Placebo-Effekten und schlägt Easy von Faith No More vor: „Weil mit einer gewissen Leichtigkeit alles einfacher geht. Und weil dieser Song ganz allgemein die Stimmung hebt.“
Als der luxemburgische Sänger Camillo Felgen 1959 sein romantisches Chanson Sag Warum veröffentlichte, war unser Headcoach Aíto García Reneses zwölf Jahre alt. Bis er das Stück kennenlernte, dauerte es aber noch etwas: „Dieses deutschsprachige Lied habe ich vor 40 Jahren zum ersten Mal gehört. Seitdem immer wieder.“
No Puedo Vivir Sin Ti, auf Deutsch „Ohne Dich kann ich nicht leben“. Damit könnte eine geliebte Frau gemeint sein – oder auch eine geliebte Sportart. Unser Sportdirektor Himar Ojeda mag besonders diese Version von Coque Malla & Anni B Sweet.
Die Sängerin Rosana bespielt das iberische Kolorit mit Flamenco-Gitarre und Percussion. Israel González, ALBAs Associate Headcoach, hat ihren Song El Talismán ausgesucht: „Du und ich, Schicksal und Herz, wir werden eins sein“, singt sie auf Spanisch. Wie gut sich romantische Liebeslieder doch auf sportliche Großereignisse anwenden lassen.
„Dieser Song holt mich runter, wenn es stressig ist“, sagt unser Teambetreuer Tommy Thorwarth. Dani I Godine von Nina Badric erinnert ihn den Sommer in Kroatien, als er seine Freundin kennengelernt hat.
Eine Zeile, die das Selbstverständnis unseres Teamarztes Moritz Morawski auf den Punkt bringt: „And you know if they come for you I‘ll be right here by your side“, singt Rea Garvey in Heart Of An Enemy.
Genießt das Leben! Das ist die Essenz von Coldplays Sky Full Of Stars, wie unser Individualtrainer Carlos Frade es versteht. „Ich liebe die positive Stimmung, Atmosphäre, Fröhlichkeit dieses Songs. Das Video dazu erinnert mich außerdem an den ikonischen Clip von U2 auf einem Häuserdach in Downtown Los Angeles: Where The Streets Have No Name. Lange her, aber auch das mag ich sehr.“
„Gute Gitarren und eine starke Energie“, das gefällt dem Athletiktrainer Pepe Silva Moreno besonders anLazaretto von Jack White. „Außerdem kommt da eine überraschende spanische Phrase drin vor, die einfach nur lustig ist, weil sie so rätselhaft bleibt.“
Während Jack White dem Hörer inhaltliche Rätsel aufgibt, sind die Texte im japanischen Metal-Core mitunter rein akustisch nicht so leicht zu verstehen. Sebastian Trzcionka, unser Assistenztrainer, mag dichte und harte Soundwelten. Und wer genau hinhört, erkennt die sportliche Botschaft in Apollo von Crystal Lake: „The universe ain't big enough for all of us. Open the sky.“
Wenn unser Teamarzt Moritz Hochdaninger mit dem Tross unterwegs ist, freut er sich inzwischen tatsächlich auf die Heimkehr nach Berlin. Das war nicht immer so: „Ursprünglich wollte ich wirklich nicht nach Berlin, aber das hat sich in den mittlerweile acht Jahren hier geändert.“ Zur Erinnerung an frühere Tage hört er Ich Will Nicht Nach Berlin von Kraftklub.
Aber in welcher deutschen Stadt wird schon aufregenderer Basketball gespielt als in Berlin – oder Balieeen, wie Icke sagt. Unser Teamarzt Martin „Geri“ Ackerl hört The Sky Is Der Himmel von Icke & Er.
Also doch ein bisschen Hip-Hop, wie könnte er fehlen. Aber en français, bitteschön. Sebastian Böhm, Assistenz-Athletiktrainer bei ALBA, hört gern Seine Saint-Denis Style von Suprême NTM. Das Rapduo aus den Pariser Banlieues ist seit Mitte der Neunzigerjahre aktiv und vertritt deutliche linke Positionen in seiner Musik.
Unser Physiotherapeut Ernest Butler findet im R’n’B- SongHigher von DJ Khaled, Nipsey Hustle & John Legend die selbstermächtigende Botschaft, die es vor einem wichtigen Spiel braucht: „They'd rather see me down, put my soul in the fire / But we keep goin' higher, higher.“
Genug der Worte. Wir beschließen die Playlist mit einem zehnminütigen Jazz-Instrumental von Maceo Parker aus dem Jahr 1990, als unser Geschäftsführer Marco Baldi aus der BG Charlottenburg den Klub ALBA BERLIN formte. Children’s World heißt sein Lieblingsstück. Wie schon gesagt: Genug der Worte.
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Und hier alles über die Lieblingssongs der ALBA-Spieler.