
Nach der Länderspielpause steigen die Basketballer von ALBA BERLIN mit den zurückgekehrten Nationalspielern wieder in den regulären Spielbetrieb ein. In der easyCredit BBL steht dabei am Wochenende ein anspruchsvoller Doppelspieltag auf dem Programm. Am Freitagabend, 6. März 18.30 Uhr gastiert das Team von Headcoach Pedro Calles in Heidelberg und am Sonntag, 8. März, 16.30 Uhr kommt Würzburg in die Berliner Max-Schmeling-Halle. (Foto: Tilo Wiedensohler)
Pedro Calles (ALBA-Cheftrainer): „Gegen ein Team zu spielen, das gerade erst den Trainer gewechselt hat, ist immer eine besondere Herausforderung. Wir können uns nur schwer auf Heidelberg vorbereiten, da wir unmöglich vorhersehen können, was sie verändern werden. Außerdem wollen sich alle Spieler in so einer Situation neu beweisen und sind deshalb besonders motiviert. Deshalb erwarten wir eine sehr schwere Partie am Freitag.“
Bennet Hundt (ALBA-Guard): „Mit Heidelberg haben wir wieder direkt eine gute Challenge vor uns nach der FIBA-Break. Wir versuchen die Trainingseinheiten, die wir als komplettes Team haben, so gut es geht zu nutzen, denn die besondere Herausforderung dabei ist, dass Heidelberg den Cheftrainer gewechselt hat und somit noch unberechenbarer ist. Ein Headcoach-Wechsel ist immer gefährlich für das erste gegnerische Team, deshalb müssen wir hochkonzentriert ins Spiel gehen und von Beginn an versuchen das Duell zu kontrollieren.“
Die MLP Academics Heidelberg, die in der vergangenen Saison noch sensationell Dritter der easyCredit BBL waren, finden sich in der neuen, von diversen Verletzungen und personellen Turbulenzen überschatteten Saison überraschend am Tabellenende wieder. Als Reaktion auf den enttäuschenden Saisonverlauf hat sich der Club in der Länderspielpause von Cheftrainer Danny Jansson getrennt und den bisherigen Assistenztrainer Carlo Finetti zum Headcoach befördert.
Der dreißigjährige Italiener soll den Tabellenvorletzten an den verbleibenden 13 Spieltagen aus der gefährlichen Tabellenregion ins rettende Mittelfeld führen und kann dabei voraussichtlich auch wieder auf die zuletzt verletzt fehlenden amerikanischen Leistungsträger Samuell Williamson und Michael Weathers zählen. Vor allem der vielseitige US-Guard Weathers war mit seiner Athletik schon in der vergangenen Saison ein Schlüsselspieler für den Heidelberger Erfolg.
Große Hoffnungen knüpft man in der Universitätsstadt auch an die Rückkehr des letztjährigen Heidelberger Topscorers Ryan Mikesell. Der technisch versierte US-Forward, in der vergangenen Saison laut MVP-Abstimmung der drittbeste Spieler der Liga, folgte im Sommer dem Ruf der London Lions. Dort erhielt er jedoch im EuroCup nach einer Verletzung nicht mehr die gewünschte Rolle und kehrte deshalb zu den MLP Academics zurück.
In dieser Saison ist bislang US-Spielmacher DJ Horne Heidelbergs Topscorer. Unter den Körben agiert der defensivstarke Center Osun Osunniyi als viertbester Shotblocker der BBL (drittbester Shotblocker in der BBL ist übrigens US-Guard Michael Weathers!). Die korbgefährlichsten deutschen Spieler im Heidelberger Team sind Power Forward Mateo Šerić und der auch aus der Distanz treffsichere Center Marcel Keßen.
MLP Academics Heidelberg (Stats easyCredit BBL 2025/26)
Nr. | Name | Pos. | Alter | cm | Nat. | Min/Sp | Pkt/Sp | Rb/Sp | As/Sp |
0 | DJ Horne | 1/2 | 25 | 185 | USA | 27,4 | 16,3 | 2,4 | 2,7 |
2 | Niklas Würzner | 2/3 | 32 | 196 | GER | 12,1 | 2,4 | 0,8 | 1,1 |
3 | Kevin McClain | 1 | 29 | 190 | D/US | 14,4 | 4,0 | 1,1 | 2,4 |
7 | Dušan Nešković | 3/4 | 25 | 202 | SRB | 13,8 | 4,7 | 1,8 | 0,5 |
9 | Paul Zipser | 4/5 | 32 | 203 | GER | 11,6 | 1,5 | 1,5 | 0,7 |
10 | Samuell Williamson | 3 | 25 | 203 | USA | 23,2 | 8,7 | 5,9 | 2,2 |
11 | Erol Ersek | 2 | 26 | 193 | D/AT | 15,2 | 4,0 | 1,5 | 1,3 |
12 | Osun Osunniyi | 5 | 27 | 208 | USA | 20,8 | 6,9 | 5,0 | 0,6 |
15 | Marcel Keßen | 5 | 29 | 207 | GER | 20,1 | 9,9 | 3,6 | 0,7 |
20 | Michael Weathers | 2 | 28 | 190 | USA | 25,7 | 14,8 | 3,4 | 4,4 |
21 | Mateo Šerić | 4 | 26 | 204 | GER | 19,4 | 8,6 | 2,8 | 1,0 |
33 | Ryan Mikesell | 3/4 | 29 | 201 | USA | 34,7 | 11,0 | 5,4 | 4,3 |
43 | Eric Reed Jr. | 1 | 27 | 192 | USA | 19,1 | 5,5 | 2,5 | 1,5 |
Headcoach: Carlo Finetti (30 Jahre, ITA, seit 2024 in Heidelberg, seit einer Woche Headcoach)
Würzburger Spieler in der Länderspielpause:
Die MLP Academics stellten im Deutsch-Österreicher Erol Ersek nur einen Spieler an Österreich ab. Der Guard markierte in den Spielen gegen die Niederlande (71:81 in Wien und 88:87 in Den Haag) jeweils 15 Punkte.
ALBA-Spieler in der Länderspielpause:
Jack Kayil (zusammen 29 Punkte und 11 Assists), Jonas Mattisseck (6 Punkte), Malte Delow (15 Punkte und 7 Rebounds) sowie Norris Agbakoko (4 Punkte am Freitag) vertraten ALBA bei den beiden dramatischen Spielen gegen Kroatien (88:93 in Zagreb und 91:89 in Bonn) in der DBB-Auswahl von Bundestrainer Álex Mumbrú.
ALBA-Bilanz gegen Heidelberg
8 Siege – 1 Niederlage (in Heidelberg 3-1)
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