
Nur drei Tage nach dem am Mittwoch erkämpften entscheidenden Heimsieg gegen Vechta starten die Basketballer von ALBA BERLIN schon am Samstag, 30. Mai, 16.30 Uhr in der Max-Schmeling-Halle in das Halbfinale gegen die BMA365 Bamberg Baskets. Auch diese Halbfinalserie wird im Modus "Best-of-Five" entschieden, in dem drei Siege zum Einzug ins Finale um die Deutsche Meisterschaft nötig sind. (Foto: Tilo WIedensohler)
ALBA-Spieltermine im Playoff-Halbfinale:
Halbfinale Spiel 1: Samstag, 30. Mai | 16.30 Uhr | Max-Schmeling-Halle
Halbfinale Spiel 2: Montag, 01. Juni | 18.30 Uhr | Max-Schmeling-Halle
Halbfinale Spiel 3: Donnerstag, 04. Juni | 20.30 Uhr | Brose Arena
(falls nötig: Halbfinale Spiel 4: Samstag, 06. Juni | 18.30 Uhr | Brose Arena)
(falls nötig: Halbfinale Spiel 5: Dienstag, 09. Juni | tba | Max-Schmeling-Halle)
Justin Bean (ALBA-Forward): „Wir haben eine toughe Viertelfinalserie gegen Vechta hinter uns. Bamberg hingegen hat die erste Playoffrunde mit 3:0 für sich entschieden und somit mehr Pause vor dem anstehenden Halbfinale. Dafür haben wir den Heimvorteil in den ersten beiden Partien auf unserer Seite. Im fünften Spiel gegen Vechta haben wir gerade erst gesehen, wie wichtig unsere Fans im Rücken für uns sind. Sie geben uns nochmal den Extra-Push und wir wollen das unseren Fans auch zurückgeben, alles auf dem Parkett lassen und direkt mit voller Intensität in die Serie starten.“
Pedro Calles (ALBA-Cheftrainer): „Die Bamberger haben 18 Siege aus den letzten 20 Spielen geholt. Sie sind amtierender Pokalsieger und haben mit Anton Gavel den Coach of the Year und mit EJ Onu den Defensive Player of the Year in ihren Reihen. Es wird also sehr schwer, gegen sie zu bestehen – das haben die drei Partien in dieser Saison schon gezeigt. Die Spiele gegen die Baskets standen jedoch unter jeweils anderen Vorzeichen. Im Gegensatz zum Pokalfinale können wir diesmal auf Martin Hermannsson und einen fitten Jack Kayil zählen, dazu kommt Michael Rataj als Neuzugang. Um Bamberg zu schlagen, müssen wir vor allem unsere Ballverluste minimieren.“
Wie schon das im Februar in München von Bamberg gegen ALBA 74:72 gewonnene Pokalfinale erweckt auch dieses Playoff-Halbfinale die klassische Rivalität zwischen beiden Clubs zu neuem Leben. Die beiden Punktspiele in der easyCredit BBL hatte zuvor ALBA mit 87:82 nach Overtime in der Max-Schmeling-Halle und mit 98:92 in Bamberg gewonnen und somit jetzt im Halbfinale als Tabellenzweiter den wichtigen Heimvorteil.
Nach zwei Jahren, in denen Bamberg nicht einmal die Playoffs erreicht hatte, haben sich die Oberfranken in dieser Saison zum Überraschungsteam der Saison entwickelt. Nach dem Mitte Februar noch als Überraschung gewerteten Pokalgewinn hat sich Bamberg in der easyCredit BBL mit zwölf Siegen und nur einer einzigen Niederlage in Vechta noch vom siebten auf den dritten Platz verbessert. Im Playoff-Viertelfinale schaltete Bamberg den Vizemeister Ulm mit 3-0 aus.
Als Vater der Bamberger Wiederauferstehung gilt Cheftrainer Anton Gavel, der bereits als Spieler großen Anteil an früheren Bamberger Erfolgen hatte. Nach seiner Rückkehr als Headcoach hat der Deutsch-Slowake in der oberfränkischen Basketballhochburg eine nahezu komplett neue Mannschaft zu einer an beiden Enden des Spielfelds sehr diszipliniert und geschlossen agierenden Einheit geformt und wurde dafür von der easyCredit BBL zum Trainer des Jahres gekürt.
Natürlich legt der in seiner aktiven Zeit als Edelverteidiger bekannte Gavel auch als Trainer großen Wert auf die Defense. Bamberg forciert bei seinen BBL-Gegnern die durchschnittlich schwächsten Wurfquoten (nur 42,4 Prozent) und die viertmeisten Ballverluste. Aber auch im Offensiv-Ranking der Liga zählen die Bamberger mit den zweitmeisten Punkten (hinter Vechta) und der drittbesten Wurfquote (hinter München und Vechta) zu den besten Teams in Deutschland.
Angeführt wird die Offensive vom Topscorer Ibrahim Watson. Der US-Forward glänzt nicht nur mit einer 43-prozentigen Dreierquote, sondern ist auch ein zuverlässiger Rebounder und Passgeber. Zach Ensminger und der tschechische Nationalspieler Richard Balint treffen den Dreier ebenfalls zu über 40 Prozent. Auch Spielmacher Cobe Williams und Power Forward Demarcus Demonia (traf im Pokalfinale als Finals-MVP den Gamewinner) strahlen große Korbgefahr aus.
Als sechster Mann kommt zumeist der vielseitige US-Forward Austin Crowley von der Bank, der als exzellenter Verteidiger im Pokal-Halbfinale in München mit seiner starken Defense gegen Andreas Obst großen Anteil am damaligen Bamberger Überraschungssieg hatte. Unter den Körben dominiert der als bester Verteidiger der BBL ausgezeichnete und athletische US-Center "EJ" Onu als mit Abstand bester Shotblocker der Liga.
BMA365 Bamberg Baskets (Stats easyCredit BBL 2025/26)
Nr. | Name | Pos. | Alter | cm | Nat. | Min/Sp | Pkt/Sp | Rb/Sp | As/Sp |
1 | Zachary Ensminger | 1 | 25 | 195 | D/US | 20,4 | 7,4 | 3,3 | 3,5 |
2 | Ibrahim Watson | 3 | 28 | 197 | USA | 27,1 | 16,1 | 4,1 | 2,6 |
7 | Finn Döntgens | 5 | 22 | 210 | GER | 3,3 | 1,7 | 0,5 | 0,0 |
8 | Demarcus Demonia | 4 | 26 | 201 | USA | 27,3 | 13,6 | 5,3 | 1,9 |
11 | Richard Balint | 2 | 23 | 195 | CZE | 20,4 | 8,6 | 1,9 | 1,8 |
15 | Adrian Petković | 1/2 | 21 | 188 | GER | 9,0 | 2,6 | 1,1 | 1,0 |
24 | Cobe Williams | 1 | 25 | 183 | USA | 24,1 | 14,5 | 2,3 | 4,1 |
27 | Moritz Krimmer | 3/4 | 25 | 202 | GER | 16,7 | 5,4 | 3,7 | 0,5 |
31 | Daniel Keppeler | 5 | 29 | 205 | GER | 14,2 | 4,8 | 2,4 | 0,7 |
35 | Ejiofor "EJ" Onu | 5 | 26 | 211 | USA | 22,8 | 7,4 | 4,1 | 0,5 |
55 | Nico Höllerl | 3 | 22 | 195 | GER | 2,1 | 0,4 | 0,5 | 0,1 |
85 | Austin Crowley | 2/3 | 25 | 196 | USA | 22,6 | 10,5 | 4,0 | 2,3 |
Headcoach: Anton Gavel (41 Jahre, D/SVK, 4.BBL-Saison als Headcoach, die zweite mit Bamberg)
Bamberg: Resultate der letzten zwei Wochen
16.5. Bamberg - ratiopharm Ulm (Playoff-1/4) 80:74 (S) Demonia 18
18.5. Bamberg - ratiopharm Ulm (Playoff-1/4) 90:87 (S) Williams 18
23.5. ratiopharm Ulm - Bamberg (Playoff-1/4) 87:96 (S) Watson 28
ALBA: Resultate der letzten zwei Wochen
17.5. ALBA - Rasta Vechta (Playoff-1/4) 89:103 (N) Wood 20
19.5. ALBA - Rasta Vechta (Playoff-1/4) 90:85 (S) Agbakoko 17
22.5. Rasta Vechta - ALBA (Playoff-1/4) 91:82 (N) Hermannsson 19
24.5. Rasta Vechta - ALBA (Playoff-1/4) 79:85 (S) Hermannsson 18
27.5. ALBA - Rasta Vechta (Playoff-1/4) 98:89 (S) Kayil 20
ALBA-Bilanz gegen Bamberg:
72 Siege – 40 Niederlagen (in Berlin 43-8)
BBL: 46-27 / Playoff: 19-7 / Pokal: 4-6 / Champions Cup 1-0 / EuroLeague: 2-0